"So stelle ich mir die Heimat vor!"

Ein lang gehegter Wunsch der Günztaler Bürger wurde erfüllt: Die Lücke des Geh- und Radweges zwischen Obergünzburg und Günzach ist geschlossen. Nach dem Spatenstich im Frühjahr erfolgte jetzt die Eröffnung und Einweihung durch die Bürgermeister und Geistlichen der Gemeinden bei strahlendem Sonnenschein unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung.

Bürgermeister Lars Leveringhaus begrüßte alle Anwesenden und freute sich über das große Interesse Wanderer und Radfahrer. Er dankte den Grundstückseigentümern für das erzielte Einvernehmen und der ausführenden Firma Kutter für die unkomplizierte Zusammenarbeit und sagte: „Das sind 792 Meter Glückseligkeit!“ Trotz noch nicht fertig gestellter Brücke, die Lieferung der fehlenden Fundamente erfolge in wenigen Wochen, habe man sich auf Wunsch der Bürger entschlossen, den Weg frei zu geben. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Brigitte Schröder aus Günzach, Josef Merk vom Staatlichen Bauamt und Peter Groll von der Firma Kutter zerschnitten sie das weiß-blaue Trassenband am Beginn des neuen Wegabschnitts. Der katholische Pfarrer Georg Albrecht und sein evangelischer Amtsbruder Friedrich Martin gaben den kirchlichen Segen und äußerten den Wunsch, dass dieser Weg möglichst viele Menschen verbinden möge. Unter musikalischer Begleitung der Musikkapelle „Obergünzburger Pfuzger“ ging es auf dem neuen Weg zur „Schobermühle“ auf Günzacher Gemeindegrund. Hier begrüßte Bürgermeisterin Schröder alle Anwesenden. Sie bedankte sich insbesondere bei den Grundstückseigentümern, die nach etwa 40 Jahren den Lückenschluss ermöglicht hatten. Über die Gestaltung des Weges und den Verlauf der Günzach unter Beteiligung des Wasserwirtschaftsamtes zeigte sie sich besonders glücklich: „So stelle ich mir Heimat vor!“ Abschließend lud sie alle Anwesenden zu einem Umtrunk mit Brotzeit ein. Und die Bewirtung der Gäste der 1687 erbauten „Schobermühle“ war eine zusätzliche Premiere: Zukünftig wird die renovierte Mühle als Ausflugslokal für Gäste aus nah und fern geöffnet sein. Die Baukosten für den mit einem landschaftspflegerischen Begleitplan erstellten Weg beliefen sich auf 265000 Euro und werden mit 70 Prozent vom Freistaat Bayern unterstützt.

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