Superstart in den Bundestagswahlkampf

+
CSU-Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium Franz Josef Pschierer gratuliert Stephan Stracke zu 99,15 Prozent Ja-Stimmen bei der Wahl zum Bundeswahlkreiskandidaten.

Germaringen – Stephan Stracke ist als CSU-Direktkandidat für die Bundestagswahl 2017 nominiert worden. Die Delegierten des Bundestagswahlkreis 257 zeigten sich zufrieden mit der bisherigen Arbeit von Stracke und sprachen ihm mit 99,15 Prozent Zustimmung ihr Vertrauen aus.

Im Bundestagswahlkreis 257, der sich aus dem Landkreis Ostallgäu, Teilen des Unterallgäus und den kreisfreien Städten Kaufbeuren und Memmingen zusammensetzt, trafen sich die CDU-Delegierten am vergangenen Wochenende in Germaringen, um ihren Kandidaten für die bevorstehende Bundestagswahl im nächsten Jahr zu küren.

Germaringens neuer Bürgermeister Helmut Bucher richtete sein Grußwort an die Delegierten „aus dem schönsten Dorf im Allgäu“. Die Landtagsabgeordnete Angelika Schober stimmte die Delegierten auf kommende Aufgaben ein und bestätigte die gute Zusammenarbeit in der CSU in den Kommunen, im Land und im Bund: „Wir setzen gemeinsame Ziele über alle Ebenen hinweg. Wir sind Taktgeber, auch in Berlin“.

Seinen Bericht über die Arbeit in der bisherigen Wahlperiode begann Stracke mit einer Danksagung: „Die Arbeit für diesen Bundeswahlkreis 257 ist anspruchsvoll und wunderschön“. Ausdrücklich bedankte er sich für die Unterstützung von der Parteibasis. Das Ehrenamt sei die Seele der Partei, es zähle die Mannschaftsleistung. Das Allgäu solle Zukunftsland bleiben und deshalb investiere man in die Infrastruktur. Als Beispiel nannte Stracke dazu den Ausbau der Bundesautobahnen und die Elektrifizierung der Bahnlinie München-Memmingen-Lindau. Den geplanten vierspurigen Ausbau der B12 nannte er einen „Quantensprung“ und zählte auch die Ortsumfahrungen von Markt­oberdorf, Pforzen und Mindelheim zu den erreichten Zielen: „Die Frage ist jetzt nicht mehr ob, sondern – wie schaffen wir den Ausbau und bis wann?“

Er habe sich auch für die Bundeswehrstandorte in Füssen und Kaufbeuren eingesetzt und zivile Kooperationschancen für Kaufbeuren gesucht.

Im sozialen Bereich erinnerte er an die Einführung der Mütterrente, die man mitgestaltet habe. „Deutschland ist Stabilitätsanker und Zugpferd in Europa“, betonte Stracke und hob hervor, dass man als CSU an der „sozialen“ Marktwirtschaft mitarbeite.

Die Situation in der Landwirtschaft sei momentan schwierig, bestätigte Stracke. Man müsse ein neues Balancemanagement erreichen. Das Marktrisiko in der Milchwirtschaft dürfe nicht alleine bei den Milchbauern liegen.

Stracke stellte beim Thema Zuwanderung in der Gesellschaft eine Sehnsucht nach Orientierung fest und hatte auch gleich die Lösung parat: „Die CSU hat hier einen klaren Kurs: Wir dulden keine Parallel-Gesellschaften, Frauen sind bei uns gleichberechtigt und Kinderehen haben bei uns keinen Platz“. Schon in Wahlkampfmodus schwor Stracke abschließend die Delegierten ein: „Grundsätzlich zeichnet sich eine tektonische Veränderung in der Parteienlandschaft ab. Aber Rot-Rot-Grün ist die falsche Antwort auf die drängenden Fragen“. Auch Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, warnte ebenfalls vor Rot-Rot-Grün: „Wenn das kommt, dann wird Deutschland ein anderes Land“.

Anschließend wurde Stracke mit überwältigender Mehrheit von 116 Ja-Stimmen der 117 Delegierten zum CSU-Kandidaten für den Bundeswahlkreis 257 gewählt. Die Delegierten zeigten sich selbst sehr zufrieden mit der hohen Zustimmung und das Wort vom „Bundesstracke“ machte die Runde.

von Wolfgang Krusche

Delegierte für die Landesdelegiertenversammlung:

Stephan Stracke: Bundestagsabgeordneter

Franz Josef Pschierer: Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium

Stefan Bosse: Bürgermeister Kaufbeuren

Angelika Schorer: Landtagsabgeordnete

Klaus Holetschek: Landtagsabgeordneter

Alfons Weber: Bezirkstagsvizepräsident

Meistgelesene Artikel

KU braucht neuen Klinik-Chef

Kaufbeuren/Ostallgäu – Dr. Philipp Ostwald, Chef der Ostallgäuer Krankenhäuser, wird seinen Vertrag mit dem Kommunalunternehmen (KU) nicht …
KU braucht neuen Klinik-Chef

Bürgermeister wartet auf Anruf

Buchloe – Noch wartet Bürgermeister Josef Schweinberger auf den Anruf für eine Terminvereinbarung mit dem Vorstand des Gewerbevereins. In der …
Bürgermeister wartet auf Anruf

Dose für den Notfall

Marktoberdorf – Im Cafe „Greinwald“ stellte der Sozialverband VdK Kreisverband Kaufbeuren-Ostallgäu mit der sogenannten „SOS-Rettungsdose“ kürzlich …
Dose für den Notfall

Kommentare