Sternenhimmel überwältigt

Etwas Besonderes sollte es werden, als darüber nachgedacht wurde, was in der Südsee-Sammlung noch fehlte. Schnell war die Idee von einem Sternenhimmel geboren, der nicht nur angesehen werden kann. Dieses Museumsstück wurde jetzt in der Südsee-Sammlung seiner Bestimmung übergeben. „Der Sternenhimmel ist überwältigend. Die Faszination liegt nicht allein in der Astrologie, sondern sie liegt in der Verbindung zur Südsee“, so Museumspädagoge Dr. Peter Schreiner, der das Exponat entwarf.

Das Besondere an dem Sternenhimmel: Man kann vom Polarstern bis zum Kreuz des Südens alle Sternenbilder be- trachten. „Wir haben hier so viele Kinder und Jugendliche, die wollen auch etwas anfassen und nicht nur ansehen“, erklärte Museumsleiter Ulrich Habich. „Deshalb können die einzelnen Sternenbilder, wie die Schlange oder der große Wagen separat ausgewählt und beleuchtet werden. Das ist wie Unterricht.“ Ungefähr 1,5 Jahre hatte die Konzeption gedauert und mit finanzieller Hilfe der Rupert-Gabler-Stiftung konnte der sechs Quadratmeter große Sternenhimmel im Herzen des Museums installiert werden. Die Stiftung vergibt regelmäßig an besondere Kunstprojekte För- dergelder. So erhielt auch der Sternenhimmel seine Unterstützung. „Der Markt Obergünzburg, Rupert Gabler und das Museum stehen in einer engen Verbindung“, meinte Bürgermeister Lars Leveringhaus, „darum sind wir sehr dankbar, dass sie auch uns bei diesem Projekt unterstützt haben“. Die Stiftung vergibt nur an die Projekte Fördergelder, die sie genau geprüft und es wirklich verdient haben, erklärte Stefan Gabler, der 1. Vorsitzende der Rupert-Gabler-Stiftung. „Wir haben eine gewisse Verpflichtung gegenüber der Südsee-Sammlung und wir wollten auch unseren Beitrag für die Installation des Sternenhimmels leisten. Das neue Ausstellungsstück tut dem Museum gut und es trägt zu seiner Attraktivität bei. Das Geld ist hier gut angelegt.“ Stefan Gabler überreichte Bürgermeister Leveringhaus, als Stellvertreter der Südsee-Sammlung, einen Scheck über 24000 Euro und führte fort: „Wir sind auch in der Zukunft bereit, das Museum zu unterstützen. Wir wünschen der Gemeinde mit der Ausstellung viel Erfolg.“ Ebenso erwähnte er die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die ihre freie Zeit und Kraft in den Bau des Sternenhimmels gesteckt haben. Aber das hat sich gelohnt. „Viele Besucher aus dem weiten Umkreis, kommen nur in die Südsee-Sammlung, um den Sternenhimmel sehen zu können“, versicherte Ulrich Habich.

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