Bauausschuss beschließt Aus für den Spitalhofbrunnen

Brunnen wird stillgelegt

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Die komplette Stilllegung der Brunnenstele im Spitalhof ist beschlossen.

Kaufbeuren – Mit 9:4 Stimmen hat der Bauausschuss vergangene Woche die Stilllegung der „Brunnenstele der sieben Barmherzigkeiten“ des Künstlers Andy Brauneis beschlossen.

Der im Juli 2008 in Betrieb genommene Brunnen kostete insgesamt rund 175000 Euro, wovon 50000 Euro von Paulaner im Rahmen eines Förderpreises getragen wurden. Der Brunnen am Spitalhof entsprach laut Verwaltung in der Praxis nie den Vorstellungen des Künstlers. Teilweise sei das Wasser wegen der Höhe und des Luftzugs zu einem Sprühnebel anstatt einem geschlossenen Wasserfilm geworden. 

„Trotz Umgestaltung der Schalenkonstruktion waren die Wasserverluste ziemlich hoch“, so Baureferatsleiter Helge Carl. Zudem seien die Ablauföffnungen häufig verschmutzt gewesen und hätten vom Bauhof gereinigt werden müssen. Ein weiteres Problem stellen laut Carl die Kalkablagerungen an der Messingbeschichtung der Rinnen dar. 

Zur Lösung der Probleme lieferte die Fachfirma Kusser für Brunnenbau Verbesserungsvorschläge mit Kostenschätzung in verschiedenen Varianten. Letztlich blieben zwei zur Abstimmung übrig. 

Ralf Baur (SPD) hatte einen Antrag gestellt, das Wasserspiel nur ab der untersten Ebene laufen zu lassen und die Rinne beizubehalten. Dazu fand kürzlich auch ein Probelauf statt, bei dem sich zeigte, dass sich der Wasserverlust und die Unterhaltskosten stark reduzieren ließen. Die Kosten dazu würden sich auf etwa 6000 Euro, inklusive Umbauarbeiten und Grundreinigung sowie Betonkosmetik und Buchstabenergänzung, belaufen. 

Mit dieser kostengünstigen Variante würde das künstlerische Konzept gewahrt bleiben, so Carl. Günstiger sei laut Carl nur eine komplette Stilllegung. Hier fallen nur Kosten für die Säuberung von Kalk sowie für die Außerbetriebnahme der Pumpen an. 

Hans Häußer (KI) und Dr. Thomas Jahn (CSU) sprachen sich für letztere Variante aus, unter dem Motto „keine weiteren Experimente mehr“, so Jahn. Lediglich Ulrike Seifert (Grüne) äußerte sich für die Erhaltung des Brunnens. Sie fände es schade, wenn es in Kaufbeuren „gar kein Wasser“ gebe, da der „Wasserspielplatz auch nicht funktioniert“. von Martina Staudinger

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