Ein Symbol des Glaubens

Die Schwestern des Crescentia-Klosters hatten zum feierlichen Festakt geladen. Foto: Ernszt

Unter großem Medieninteresse wurde am vergangenen Montag im Hof des Crescentia-Klosters ein feierlicher Festakt begangen. Den Anlass bildete die Errichtung eines überlebensgroßen, sogenannten „Tau“, das im Rahmen des diesjährigen Glaubensfestes von Künstler Det Blumberg gestaltet worden war.

Das „Tau“ ist das Ordenszeichen der Franziskaner und Franziskanerinnen und wird auch allgemein als Segenszeichen angesehen. Beim Glaubensfest wird es bei allen Veranstaltungen vor Ort sein und nach den Feierlichkeiten an der Außenwand des Klosters seinen Platz finden. Seit Beginn der Arbeiten an dem Symbol aus Eichenholz und Eisen hatte die Symbolik für kontroverse Diskussionen gesorgt. Zusammen mit den unterschiedlichsten Menschen hatte der Künstler Blumberg große Nägel, die das Leid der Ratsuchenden und Leidenden symbolisieren sollen, geschmiedet und in das Tau eingeschlagen. Dies wurde von verschiedenen Kritikern als „aggressiver Akt“ bezeichnet. So betonte der Mauerstettener Künstler noch einmal Sinn und Zweck der Symbolik: „Die Nägel werden in den Stamm des Kreuzes geschlagen um die Sorgen damit symbolisch abzugeben“, erklärte er. „Dass dies etwas Aggressives an sich hat, ist kein Widerspruch, denn Leid zu überwinden tut weh, das ist ein Kraftakt, der durch das Schmieden und Einschlagen dargestellt wird.“ Untermalt wurde das Aufstellen der Holzskulptur von Flötenspielerin Astrid Bauer und Trommelbegleitung. Grußworte sprachen Schwester Regina, Oberin des Crescentiaklosters, und Bürgermeister Gerhard Bucher, der den Oberbürgermeister vertrat. Am Ende der Veranstaltung lag ein Gästebuch aus, in dem sich die Anwesenden zum Glaubensfest verewigen konnten.

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