Tänzelfest 2016

Problemlose Integration

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Einige von Guido Glados fränkischen Kriegern.

Kaufbeuren – „Das Tänzelfest ist ein Fest zum Feiern, das Menschen zusammenbringt. Der Magie des Tänzelfestes kann sich keiner entziehen“, sagte Schirmherrin und Landrätin Maria Rita Zinnecker in ihrem Grußwort.

Zur Magie trug sicher außerdem bei, dass der Festsprecher am Rathaus, Rochus Höhne, der den Umzug seit letztem Jahr moderiert, das Publikum verbal auf eine Zeitreise entführte, ihnen Geruchs-, Geschmacks- und Hörerlebnisse beschrieb, denen man zur Zeit von Wolftrigel von Buron begegnet wäre.

Er wies darauf hin, dass 2016 ein Jahr der Jubiläen ist: Wir feiern 900 Jahre Ersterwähnung von Buron, 500 Jahre Reinheitsgebot Bayrisches Bier, den 100. Geburtstag des langjährigen Tänzelfest-Vereinsvorsitzenden Walter Werz und 40 Jahre Tänzelfestfanfare von Mimi Gnedel-Hahn. 

Und schließlich kommentierte Höhne die einzelnen Gruppen mit interessanten Zusatzinformationen. Dass Kaiser Maximilian I. bei Kaiserwetter in sein Guldigs Kaufbeure einziehen konnte, machte ihm wahrscheinlich den ständig wiederholten Satz „Buron ist klein und arm“ (Wolftrigel und seine Nachkommen hatten das vom Sterndeuter im Eröffnungsspiel empfohlene Jammern offenbar gut gelernt…), den er sichtlich kaum noch hören mochte, etwas erträglicher. Da half es kaum dass des Kaisers „lustiger Rat“, der aus Kaufbeuren gebürtige Kunz von der Rosen, diese Worte nicht als „geizig“, sondern als „umsichtig“ interpretiert wissen wollte. Dazu demonstrierte er überzeugend, dass blinder Gehorsam nichts tauge. Gnädig verzichtete der Kaiser auf diese Forderung, stiftete dem kleinen Schützenkönig „Sechs Ellen Stoff auf eine Hose“, verfügte, dass man solches Schießtraining künftig alljährlich wiederhole und dass dieser Tag mit Frohsinn, Herzlichkeit und ein wenig(!) Übermut noch lange im Gedächtnis bleiben solle.

Der Festzug mit seinen Musikkapellen, mit den Fahnenschwingern, den Edelleuten und Bürgern, den Bauern und Zünften aus allen Jahrhunderten läuft zwar immer ungefähr gleich ab, da jedoch, wie Tänzelfestpressesprecher Hans Schwangart sagte, „jedesmal andere Kinder in den Kostümen stecken, ist er jedes Jahr wieder neu“, ganz besonders für die mitwirkenden Kinder, die den langen Umzug tapfer durchstehen. So gut wie jeder Kaufbeurer dürfte wenigstens einmal in seinem Leben beim Tänzelfest mitgelaufen sein und heimatliche Erinnerungen damit verbinden.

Weitere Artike zum Tänzelfestl lesen Sie in der kommenden Mittwochsausgabe.

von Ingrid Zasche

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