Kreisjugendring hat viel vor

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Anpacken für die Gemeinschaft. Die Jugend der Feuerwehr Marktoberdorfs ist wie viele Jugendverbände Mitglied im Kreisjugendring Ostallgäu. Im Feuerwehrhaus fand die diesjährige Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings statt.

Marktoberdorf – Was ist Heimat? Der Ort, wo sich das Smartphone automatisch mit dem WorldWideWeb verbindet? Dieser Frage nach der Heimat in all ihren Facetten möchte der Kreisjugendring (KJR) Ostallgäu in seinem Jahresprogramm 2017 intensiv nachgehen. Eine Ausstellung zum „Heimatbegriff“ unter Beteiligung aller Mitgliedsverbände ist für den Sommer geplant, ebenso wie ein Tag der offenen Tür am 16. September 2017 im Jugendhaus Eschers.

Bereits im Rahmen der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings in Marktoberdorf konnten die Anwesenden selbst aktiv werden und sich in einer kleinen Gruppenarbeit mit dem Thema „Was macht unsere Heimat l(i)ebenswert?“ auseinandersetzen.

So war denn auch die aktive Gestaltung unserer Heimat Mittelpunkt der Grußworte. Als stellvertretender Landrat und zweiter Bürgermeister Marktoberdorfs begrüßte Wolfgang Hannig die Vertreter der Jugendverbände sowie den Vorstand des Kreisjugendrings mit dem Vorsitzenden Alexander Spitschan. Hannig würdigte die Arbeit des KJR für die Kinder und Jugendlichen im Landkreis und sagte, Heimat sei das richtige Projekt zur richtigen Zeit. Kinder und Jugendliche sollten erfahren, dass Heimat kein abstrakter Begriff sei, sondern gestaltbarer Lebensraum, vor allem in der Kommunalpolitik. Hannig lobte das Engagement der Jugend in den verschiedenen Verbänden, die durch ihre Beteiligung in Wasserwacht, bei der Feuerwehr, den Pfadfindern oder den Johannitern zeigten, sich als Teil ihrer Gemeinschaft zu fühlen. Der zweite Gastredner, Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert blies ins selbe Horn, als er sagte, dass politische Beteiligung nun einmal in den Heimatgemeinden beginne. Wengert unterstrich die Verknüpfung von Heimat und politischer Partizipation, und er begrüßte die geplanten Workshops zu Toleranz und Integration sowie die verschiedenen Beteiligungsmodelle, die der Kreisjugendring in seinem aktuellen Programm anbietet.

Neben den Schwerpunktthemen „Heimat“ und „Partizipation“ kommt im Jahr 2017 auch den Jubiläumsfeiern einige Wichtigkeit zu, wie die zweite Vorsitzende Uschi Zwick in der Vorstellung des kommenden Jahresplans erläuterte. Auf drei Jubiläen kann der KJR 2017 blicken: Er feiert zwanzig Jahre Freizeit- und Tagungshaus Eschers, die 30. Marktoberdorfer Ferienfreizeit und den 70. Geburtstag des Kreisjugendrings Ostallgäu. Feierstunde wird am 16. September 2017 mit einem Tag der offenen Tür in Eschers sein. Daneben soll wie bereits in früheren Jahren am 24. Juni 2017 ein Aktionstag zu „Jugend und Menschen mit Behinderung“ stattfinden.

Die Herbstvollversammlung beschloss darüber hinaus einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2016 und stimmte der Haushalts- und Jahresplanung für 2017 einstimmig zu. Der Kreisjugendring Ostallgäu ist neben seiner Jugendarbeit als Träger für folgende Einrichtungen tätig: Die Arbeiterwohlfahrt Schwaben und der Kreisjugendring Ostallgäu sind gemeinsamer Träger der Jugendsozialarbeit an den Förderschulen Füssen und Marktoberdorf, sowie an der Mittelschule Buchloe und der Mittelschule Germaringen. Schulsozialarbeit findet an den Grundschulen Buchloe (Comenius- und Meinrad-Spieß-Schule), in Stöttwang-Westendorf und Germaringen in gleicher Kooperation statt. Auch im Bereich der offenen und gebundenen Ganztagsschulen ist der Kreisjugendring in Kooperation mit der Mittelschule Germaringen und den Förderschulen Markt­oberdorf und Füssen tätig.

von Angelika Hirschberg

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