Tipps für Motorradfahrer

Den Polizisten Peter Kaiser, Patrick Weeger und Bernhard Seitz liegt zusammen mit der zweiten Buchloer Bürgermeisterin Birgit Ablasser (CSU) und dem dritten Bürgermeister Manfred Beck (SPD) die Sicherheit der Allgäuer Motorradfahrer am Herzen. Foto: Frisch

„Der kommt aber angerast“ oder „Fast hätte ich ihn übersehen“: so ziemlich jeder Autofahrer hat sich schon einmal so oder ähnlich über einen Motorradfahrer geäußert. Vor allem jetzt in der warmen Jahreszeit sind viele von ihnen auf den Landstraßen und Autobahnen unterwegs und gelten bei vielen anderen Verkehrsteilnehmern als Unfallrisiko. Die Unfallstatistik der Polizei allerdings widerspricht diesem Klischee.

„Unsere Auswertungen ergeben, dass Motorradfahrer nicht häufiger schuld an Unfällen sind als andere Verkehrsteilnehmer und sich auch nicht öfter riskant verhalten“, betont der Erste Polizeihauptkommissar des Präsidiums Schwaben Süd-West, Peter Kaiser. Allerdings seien Personen auf einem Zweirad aufgrund des fehlenden Schutzes durch Seitenwände oder Dach bei einem Unfall mehr gefährdet. Aus diesem Grund hat die Stadt Buchloe zusammen mit der Polizei in den vergangenen zwei Wochen im Rahmen einer Ausstellung über die Gefahren für Zweiradfahrer informiert. Vor allem, wichtige Tipps für eine vermehrte Sicherheit und das richtige Verhalten in Gefahrensituationen wurden gegeben. „Der große Erfolg der Ausstellung hat gezeigt, dass das Thema viele Buchloer betrifft und diese sich auch der Problematik bewusst sind“, resümiert Patrick Weeger, Leiter der PI Buchloe. Zu sehen war unter anderem ein original Unfall-Motorrad, das unter anderem die örtlichen Fahrschulen als Anschauungsmaterial für ihre Schüler nutzen. „Wenn man solch ein Unfallfahrzeug sieht, kommt man natürlich schon ins Nachdenken. Und es gibt tatsächlich viele Möglichkeiten, wie man als Motorradfahrer die eigene Sicherheit erhöhen kann!“ so Weeger. Dazu gehört laut Weeger vor allem drei Punkte: unter anderem die richtige Kleidung, darüber bestenfalls eine farbige Weste, um von den anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden. Auch ein Fahrsicherheitstraining sei zu empfehlen, vor allem wenn sich jemand ein neues Zweirad zugelegt habe. Zudem solle der Fahrer mit dem Körpergefühl bei der Maschine, mit dem Blick aber stets so weit wie möglich vorausschauend sein. „Es ist wichtig für den Fahrer, mit seiner Maschine hundertprozentig vertraut zu sein, um Fahrfehler zu vermeiden“, ergänzt Peter Kaiser. Auch viele Laufkunden im normalen Kundenverkehr hätten sich sehr interessiert an der Ausstellung gezeigt. Laut Weegert eine tolle Sache, denn: diese Ratschläge werden sicher weiter- gegeben. Und wenn wir die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer dadurch erhöht und vielleicht einen zukünftigen Unfall verhindert haben, hat sich die ganze Aktion auf jeden Fall gelohnt!“ Wer sich im Nachhinein Tipps über mehr Sicherheit beim Motorradfahren holen möchte, kann sich jederzeit gerne bei seiner zuständigen Polizeidienststelle erkundigen.

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