Lob für tolle Zusammenarbeit

Beim Richtfest für den Erweiterungsbau des Landratsamtes in Marktoberdorf wurde deutlich, wie nötig die Erneuerung des veralteten Gebäudes geworden war.

„Die Klimaanlage war schon fast gesundheitsgefährdend“, erzählte Landrat Johann Fleschhut bei seiner Ansprache. Sie sei jedoch schon so alt gewesen, dass nicht einmal mehr Ersatzteile zur Reparatur erworben werden konnten. Umso mehr freue man sich nun auf den Januar, in dem die neue Erweiterung im Osten und der Südteil des Gebäudes bezogen werden könnten. Anschließend soll der bestehende westliche Teil saniert werden, die dortigen Angestellten müssen dann für einige Zeit in den Neubau „evakuiert“ werden, bis der Bau vollständig abgeschlossen ist. Fleschhut dankte allen Mitarbeitern, die diesen „Wanderzirkus“ organisierten und trotz allem für einen reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäft sorgten. Nach Fertigstellung des gesamten Projektes sollen dann neben den jetzigen Abteilungen auch die ARGE Ostallgäu und das Gesundheitsamt Platz finden. Ein besonderes Highlight wird der neu entstehende Innenhof, der ansprechend bepflanzt, ein „Ort der Entspannung und des Gesprächs“ für alle Besucher werden soll. Das Gebäude selbst wird laut Fleschhut durch schlichte Modernität mit den vorherrschenden Werkstoffen Holz und Glas bestechen. Besonders lobende Worte fand der Landrat für das für die Planung verantwortliche Architektenbüro Stadtmüller/Burkhardt und freute sich über die „tolle und reibungslose Zusammenarbeit“. Dieses Kompliment gab Wendelin Burkhardt dann auch an die restlichen beteiligten Firmen weiter. Auch bei unvorhergesehenen Problemen habe man untereinander gut kooperiert und entsprechende Lösungen gefunden. So waren bei der Aushebung des Fundamentes alte Teer- und Asphaltrückstände gefunden worden, die nach heutigen Standards als giftig gelten, wahrscheinlich Altlasten aus der Zeit der 60er und 70er Jahre. Die Entsorgung habe rund 100000 Euro verschlungen. Dieses Problem habe man aber nun „Gott sei Dank“ gelöst, und so wurde Johannes Fleschhut guten Mutes mit einem Krankorb auf das Dach des Neubaus befördert, um zusammen mit Zimmerermeister Alois Inning aus Stöttwang einen traditionellen „Hebauf“ inklusive Baum und „Gläserwerfen“ zu begehen. Eine Bläserkapelle, bestehend aus Mitarbeitern des Landratsamts, sorgte bei der Veranstaltung für die richtige Stimmung. fr

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