Ausschuss beschließt deutlich weniger Maßnahmen als ursprünglich geplant

Umweltförderung abgespeckt

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Für den Kauf eines energiesparenden Elektrogeräts gibt es heuer keine Zuschüsse aus dem Umweltförderprogramm.

Marktoberdorf – Mit deutlich abgespeckten Inhalten wird das Umweltförderprogramm der Stadt im Jahr 2015 neu aufgelegt. Das beschloss jüngst der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss.

Eine Überarbeitung war nötig geworden, nachdem im vergangenen Jahr manche Fördermaßnahmen gar nicht ausgenutzt wurden und andere für Ärger gesorgt hatten. 

Das Umweltförderprogramm mit einem Etat von 45.000 Euro gibt es seit 2014 und ist eine freiwillige Leistung der Stadt, wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell betonte. Es hat grundsätzlich zum Ziel, Marktoberdorfs Bürgerinnen und Bürgern Anreize zur Umsetzung energiesparender Maßnahmen zu geben. 

Ein Großteil des Fördertopfes (nämlich 42.000 Euro) floss im letzten Jahr allerdings ausschließlich in Zuschüsse, die dem Kauf von energiesparenden Elektrogeräten wie Waschmaschinen und Gefriertruhen dienten. Binnen weniger Monate war der Fördertopf bereits ausgeschöpft gewesen. Das hatte für Diskussionen im Ausschuss gesorgt und der Stadt die Fast-Klage eines Elektrohändlers aus einer Nachbarkommune eingebracht, der das Wettbewerbsrecht verletzt sah. So etwas sollte in diesem Jahr nicht mehr passieren. 

Doch auch die überarbeitete Liste der Fördermaßnahmen fand wenig Anklang. Der Ausschuss strich sie fast komplett zusammen. Eine direkte Förderung erfährt der Marktoberdorfer Bürger nun nur noch, wenn er sich für die Nutzung des Fernwärmenetzes Marktoberdorf entscheidet. Dafür liegen jeweils 500 Euro im Fördertopf bereit. Für den Kauf eines verbrauchsarmen Elektrogeräts gibt es heuer kein Geld mehr. Auch keine Zuschüsse beim Erwerb eines Elektro-Autos oder bei der energetischen Sanierung von Wohneigentum. 

Dass das Umweltprogramm derart gestutzt wurde, lag auch daran, dass die Stadt Doppelförderungen vermeiden möchte. Wird also eine Maßnahme bereits durch die Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) oder durch die KfW-Banken gefördert, wie beispielsweise die energetische Gebäudesanierung, dann kann sie nicht mehr im Umweltförderprogramm enthalten sein. 

Übrig geblieben ist weiterhin die kostenlose Energieberatung im Rathaus. Diese wird vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (EZA) jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat angeboten. Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt finanziell an den Bau- und Energietagen Ostallgäu im Modeon, die am 21. und 22. November 2015 zum zweiten Mal stattfinden werden. Im Umweltförderprogramm ist auch die Vergabe eines ideellen Umweltpreises vorgesehen. Dieser wird im Gegensatz zum letzten Jahr nicht mehr mit einer Geldprämie verbunden sein. 

Der Umweltpreis der Stadt Marktoberdorf wird für einen herausragenden Beitrag zum Umweltschutz verliehen.

von Angelika Hirschberg

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