Baurecht besteht

Keine Rechtsmittel eingelegt

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Die rot markierten Trassen umfassen das in Rede stehende Bauprojekt, das beklagt war. Ein Tunnel entsteht dort, wo die rote Linie schwarz unterbrochen ist.

Bertoldshofen – Der Bau einer Trasse wird definitiv kommen. Gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in Sachen Ortsumfahrung Marktoberdorf/Bertoldshofen hat der Kläger binnen einer Frist von einem Monat keine Rechtsmittel eingelegt. „Damit besteht Baurecht“, teilte der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke dem Kreisbote vergangene Woche mit. Das nächste Ziel sei nun, die Finanzierung zu sichern, damit 2017 mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Bereits seit dem Jahr 2011 besteht die Klage, die Mitte April vom VGH abgewiesen worden war. Gegen das Urteil legte der Kläger keine Rechtsbeschwerde ein, die Frist hierfür war am 23. Mai abgelaufen. Somit hat der Planfeststellungsbeschluss Bestandskraft erlangt, hieß es auch vonseiten der Obersten Bauberhörde in einem Schreiben an Stracke. 

Nach Vorgesprächen mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Ulrich Lange, Verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, wirbt Stracke nun für die Finanzierung. Dobrindt erstelle derzeit eine Liste mit Projekten, die eine Neufinanzierung anstrebten, auf die es die Ortsumfahrung Bertolds­hofen schaffen soll. „Ich bin optimistisch, dass dies gelingen kann“, so der Allgäuer Abgeordnete. Sollte es allerdings nicht klappen, laufe es für das Projekt lediglich auf eine zeitliche Verzögerung hinaus. 

Stracke ist bewusst, dass von der geplanten Trasse vor allem die Bürger in Hausen betroffen und einige nicht begeistert sind: „Das kann ich gut nachvollziehen“. Das Für und Wider sei jedoch sorgfältig abgewogen worden und der Planfeststellungsbeschluss bestandskräftig. Sicher ist sich Stracke, dass die Baumaßnahme eine „hohe Bedeutung für Bertoldshofen“ hat, zumal es dann eine weitere Anschlussstelle an der Bundesstraße 12 geben und der Verkehr an dem Dorf vorbeigeleitet wird. 

Der erste Bauabschnitt wurde im Jahr 2013 realisiert. Die geschätzten Kosten für den zweiten Bauabschnitt betragen bei einer Länge von 6,3 Kilometer laut Stracke circa 29,5 Millionen Euro. „Zu Buche schlägt dabei insbesondere der Tunnelbau mit Kosten deutlich über 20 Millionen Euro“, so der CSU-Politiker. Im Planfeststellungsverfahren befindet sich derzeit der Aus- und Umbau der B472, die teilweise in der 2+1-Weise realisiert werden soll. Dieser Ausbau schließt östlich an Bertolds­hofen an und ist unabhängig vom zweiten Bauabschnitt der Ortsumfahrung Marktoberdorf/Bertoldshofen. 

Stracke betonte die Vorteile der Baumaßnahmen, diese dienten demnach der Entlastung Marktoberdorfs und der Verkehrssicherheit.

von Martina Staudinger

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