Umgehungsstraße bleibt Ziel

Die zu erneuernde Brücke in Ruderatshofen. Korrosion hatte den Trägern heftig zugesetzt – Zum Teil bröckelten sie wie Blätterteig.

Die Bauarbeiten an der Brücke in Ruderatshofen sind bereits sehr weit fortgeschritten. Wie Susanne Kettemer, Pressesprecherin des Landratsamtes Ostallgäu, auf Anfrage mitteilte, sollen sie in drei Wochen beendet sein. Die Wiedereröffnung der wichtigen Durchfahrtsstelle ist für den 19. Oktober vorgesehen. Vermehrter Schwerlastverkehr sei laut Bürgermeister Johann Stich nach der Eröffnung aber nicht zu befürchten.

Nachdem mehrere Gutachter festgestellt hatten, dass durch Korrosion die Verkehrssicherheit der alten Brücke nicht mehr gewährleistet war, eine Sanierung nicht mehr möglich erschien und in Folge dessen die Belastbarkeit auf drei Tonnen beschränkt wurde, ergaben sich bereits für den Schwerlastverkehr lange Umfahrungsstrecken. Mit Beginn der Bauarbeiten am 7. Mai wurde die Brücke dann komplett gesperrt. Die Fundamente der neuen Brücke wurden in einem Bohrverfahren auf elf Meter in den Boden verankert und die Betonbrücke ruht darauf in einem leichten Schwung über dem Wasser. Das Wasserwirtschaftsamt hatte eine deutliche Erhöhung aus Gründen des Hoch- wasserschutzes gefordert und die Trassenführung wurde in einem weiten Bogen gewählt, um die bisherigen Engstellen zu beseitigen. Renaturierungsarbeiten an den Uferböschungen sollen noch folgen. Wie marode das alte Bauwerk war, offenbart sich bei den derzeitigen Abbrucharbeiten (siehe Foto) – die Eisenträger zerfallen in dem Baggergreifer wie Blätterteig, die Auswirkung der jahrelangen Korrosion zeigen sich deutlich. So bestätigte auf Anfrage der Ruderatshofener Bürgermeister Johann Stich die Feststellungen der Gutachter. Limitierung bleibt Der Furcht der Bürger vor vermehrtem Schwerlastverkehr erteilte Stich allerdings eine klare Absage: Die Limitierung auf 16 Tonnen an der sogenannten „Flutgrabenbrücke“ direkt am Bahngleis werde auch in Zukunft beibehalten. Die neue Brücke musste nämlich nach Angabe von Stich lediglich auf Grund von Zuschussauflagen auf 60 Tonnen ausgelegt werden, da Kreisstraßen nur ab dieser Traglast Fördermittel er- halten – diese belaufen sich hier auf 690.000 Euro, bei Baukosten inklusive Grunderwerb von 1,3 Millionen Euro ein nicht zu vernachlässigender Entscheidungsgrund. Die Umgehungsstraße um die Gemeinde Ruderatshofen wer- de von Gemeinderat und Kreistag nach wie vor klar verfolgt, so der Bürgermeister. So würden zur Zeit verschiedene Trassen untersucht und Grund- stücksverhandlungen geführt, das Planfeststellungsverfahren wird für 2014 erwartet. Marode Ausweichstrecke Die Gemeinden Ruderatshofen und Biessenhofen haben angekündigt, nach Freigabe der neuen Brücke die stark in Mitleidenschaft gezogene Strecke über den Holderberg zu reparieren. Viele ortskundige Fah- rer nutzen diese Strecke als Umgehung und die Bankette weisen laut Bürgermeister Stich „trotz mehrfacher Sanierungsarbeiten durch den Bauhof erhebliche Schlaglöcher und Auswaschungen auf“.

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