"Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit"

Zoran Vrbanic (blauer Trikot) behauptet sich gegen zwei Dachauer Gegenspieler. Foto: privat

Die Herren der SpVgg Kaufbeuren haben beim TSV Dachau einen Punkt beim 1:1-Unentschieden erkämpft. Unterm Strich dürfte dieser Zähler zu wenig sein, wenn man bedenkt, dass die SVK den ersten Durchgang klar bestimmte und der Torchancen wegen das Spiel hätte schon frühzeitig entscheiden müssen.

So kam es wie es kommen musste: Dachau nutzte seine einzige Chance in der 40. Minute und ging mit 1:0 überraschend in Führung. Auch im zweiten Durchgang rannte Kaufbeuren ununterbrochen gegen das Bollwerk der Dachauer Abwehr an und konnte erst sieben Minuten vor Schluss durch einen verwandelten Foulelfmeter von Ali Ünal das 1:1 markieren. Mathias Franke und Agostino Dellaira schwächten ihre Mannschaft, weil sie vorzeitig mit Gelb-Rot vom Platz flogen. Ali Ünal: „Es ist sehr ärgerlich, dass wir nur mit einem Punkt nach Hause zurückkommen. Wir hätten im ersten Durchgang mindestens drei oder vier Tore machen müssen. Wir können mit dem einen Zähler nicht zufrieden sein“. Anders sieht es Abwehrspieler Martin Unglert. „Ich bin der Meinung, dass wir heute nach den Chancen zwei Punkte verschenkt haben. Doch wie Dachau die letzten Heimspiele bestritten hat, können wir auch froh sein, nicht verloren zu haben, sondern mit einem Punkt nach Hause zu kommen. Also ich bin glücklich mit dem Zähler“. Auch im zweiten Durchgang versuchte Kaufbeuren immer wieder die Abwehr zu knacken, doch das Team um Ex-Profi Fabian Lamotte stand sicher. Als die Dachauer ab der 69. Minute nur noch mit einem Mann weniger agierten – Matthias Kovacs sah Gelb-Rot – keimte Hoffnung auf. Doch die Überzahl auf dem Feld dauerte nur sechs Minuten, als dann SVK-Abwehrspieler Mathias Franke vorzeitig mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt wurde. Die SVK beendete die Partie in Unterzahl, weil drei Minuten vor dem Schlusspfiff Agostino Dellaira mit Gelb-Rot vom Platz flog. „Wir hatten einen wahren Kraftakt zu leisten. Ich denke schon, dass Dachau im Gegensatz zu Manching spielstärker und läuferisch besser war. Unterm Strich brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir waren phasenweise sogar besser“, so Martin Unglert. Man habe die letzte Zeit gut trainiert und sei nun bereit für eine Serie, zeigt sich der Abwehrspieler weiterhin zuversichtlich. Anders sieht es Dragan Lazic, der froh war diesen einen Punkt geholt zu haben: „Wir haben heute sehr viel Druck ausgeübt und sind ein hohes Tempo gegangen. Obwohl wir wieder zahlreiche Chancen auf dem Fuß hatten, kommt Dachau nur einmal im ersten Durchgang vor unser Tor und macht das 1:0. Uns fehlen leider die Spieler mit Kaltschnäuzigkeit“, hadert er mit den zwei unnötigen Platzverweisen. Derweil schleicht sich wieder ein großes Problem der Vorsaison ein. „Wir spielen einen tollen Angriffsfußball, doch vor dem gegnerischen Tor stellen wir uns an wie eine Kreisklassen-Mannschaft“. Jetzt gilt es am kommenden Samstag nachzulegen. Doch mit dem TSV Ottobeuren kommt nicht nur ein Liga-Neuling, sondern auch das Kellerkind der Fußball-Landesliga ins Parkstadion. Erst letztes Wochenende verloren sie zu Hause gegen den FC Königsbrunn mit 0:1. Auswärts holten die Unterallgäuer nur in Mering (0:0) und Pipinsried (1:1) jeweils einen Punkt. Den einzigen Sieg gelang ihnen zu Hause gegen Illertissen II (3:2). Anstoß ist um 15.30 Uhr im Kaufbeurer Parkstadion.

Meistgelesene Artikel

Direkter Draht zur Staatsregierung

Kaufbeuren – Behördenverlagerung ist für Heimatminister Dr. Markus Söder ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik: „Kaufbeuren zählt …
Direkter Draht zur Staatsregierung

Neuer Standort für Feuerwehr

Obergermaringen – Das geplante neue Feuerwehrhaus in Obergermaringen wird nun an einem neuen Standort errichtet.
Neuer Standort für Feuerwehr

Babyboom in der Stadt

Kaufbeuren – Wer sein neugeborenes Kind im vergangenen Jahr 2016 Sophia/Sophie oder Maximilian genannt hat, befindet sich damit in bester …
Babyboom in der Stadt

Kommentare