Umsätze nach Plan

+
Peter-Josef Paffen (links), Vorsitzender der Geschäftsführung AGCO/Fendt und Walter Wagner, Direktor Fendt Traktorenentwicklung, stellten den aktuellen Geschäftsbericht sowie die neuen Fendt-Produkte vor.

Marktoberdorf – Das Unternehmen AGCO/Fendt kann sich trotz der aktuell schwierigen Marktlage im Landwirtschaftssektor behaupten und verzeichnet stabile Umsätze. Dies belegen die Zahlen aus dem Geschäftsbericht 2016, der am vergangenen Donnerstag im Rahmen einer erstmals online geschalteten internationalen Pressekonferenz veröffentlicht worden war.

Das international agierende Unternehmen Fendt der AGCO-Corporation mit Hauptstandort in Marktoberdorf kann sich trotz der aktuellen Herausforderungen auf dem globalen Landtechnikmarkt behaupten. Nachdem sich der Markt im Jahr 2015 leicht erholt hatte und ein Aufwärtstrend zu verzeichnen war, waren 2016 laut „CEMA-Business Barometer“ wieder deutliche Einbußen zu verzeichnen, die das Plus im Vorjahr weitgehend kompensierten. AGCO/Fendt reagierte vorausschauend auf die angespannte Marktlage und kann nun durch eine angepasste Marktstrategie stabile Absatzzahlen für die ersten beiden Quartale 2016 vorweisen. Während Fendt im vergangenen Jahr knapp 13.700 Traktoren exportiert hat, wird erwartet, im Jahr 2016 die Planzahl von 12.500 Stück zu erreichen oder sogar zu übertreffen, was lediglich einen nicht nennenswerten Rückgang in den Absatzzahlen bedeute. Entsprechend bleibe auch die Mitarbeiterzahl der AGCO-Standorte in Deutschland nach dem Stellenabbau 2015, der laut Peter-Josef Paffen, Vorsitzendem der Geschäftsführung AGCO/Fendt, allerdings hauptsächlich Produktivitätssteigerungsprozessen geschuldet war, aller Voraussicht nach stabil.

Obgleich das Unternehmen davon ausgeht, dass die Tal­sohle in der Landtechnikindustrie inzwischen erreicht sei, bleibe die Branche unter dem zunehmenden Preisdruck hart umkämpft. „Das wirtschaftliche Umfeld für die Landtechnikindustrie bleibt herausfordernd“, resümierte Paffen. Dennoch reagiert Fendt auf die gestiegenen Stahlpreise und Lohnkosten mit Produkt-Preisanpassungen nach oben.

Weiterer Ausbau des Exportbereichs

Trotz der ungünstigen Marktlage sieht Paffen weiteres Wachstumspotential für das Unternehmen. Mit innovativen Produkten und einer Qualitätsoffensive will Fendt seine Position in etablierten Märkten weiter ausbauen und in neue Märkte in Südamerika, dem Iran und Asien vorstoßen. Mittelfristig strebe das Unternehmen der AGCO-Gruppe, welches aktuell je nach Gebiet Marktanteile knapp unter der zehn Prozent-Marke hält, einen Ausbau der Anteile in allen Exportländern auf über zehn Prozent an.

Investition in Forschung und Entwicklung

Entsprechend hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen die Entwicklung innovativer Produkte vorantreiben. Mit geplanten 60 Millionen Euro für 2016 will Fendt das hohe Investitionsvolumen des Vorjahres halten. Derzeit treibt AGCO/Fendt die Forschungen im Bereich der Agrarrobotik voran. Mit der „Fendt-MARS“-Linie, die bereits im Feldeinsatz getestet wird, soll in naher Zukunft mithilfe einer cloudbasierten Lösung die ortsunabhängige Steuerung und Überwachung der Aussaat von Saatgut möglich werden, um einen nachhaltigen und sparsamen Umgang mit Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln zu ermöglichen und Ertragssteigerungen zu erreichen.

Fendt-Neuheiten

Die Einführung einer neuen Produktfarbe für Traktoren sowie die gesamte Produktlinie „Full Line“ soll die innovativen Entwicklungen des Unternehmens künftig auch optisch zur Geltung bringen. Der neue Farbton „Fendt Nature Green“, ein frischer, kräftiger und etwas hellerer Grünton, in dem die Produkte ab sofort ausgeliefert werden, wird das bisherige Fendt-Grün – seit den 1930er Jahren Markenzeichen der Fendt-Traktoren – ablösen. „Die neue Fendt-Farbe ist das Symbol für einen frischen Marktauftritt“, so Paffen.

Im neuen Farbton wird auch der leistungsstarke Traktor „Vario 1000“ ausgeliefert, der nach erfolgreicher Markteinführung ab sofort in unlimitierter Stückzahl produziert wird. Mit dem Vario 1000 will Fendt das Profi-Segment bedienen. Paffen ist überzeugt: „Das Profi-Segment, das ist Fendt-Segment. Da sind wir zuhause und genau da wollen wir uns stärker beweisen und unseren Marktanteil, unser Volumen für unsere Marke in Anspruch nehmen.“ Mit dem „kleinen Bruder“ „Vario 500“ solle aber auch weiterhin der breite Markt kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe bedient werden.

von Sabrina Hartmann

Meistgelesene Artikel

"Wir sind die Coolsten"

Stefanie Kloß (*1984) gründete 1998 ihre erste Band, aus der einige Jahre später SILBERMOND hervorging. Seit mehr als 12 Jahren rockt sie gemeinsam …
"Wir sind die Coolsten"

Bürgermeister wartet auf Anruf

Buchloe – Noch wartet Bürgermeister Josef Schweinberger auf den Anruf für eine Terminvereinbarung mit dem Vorstand des Gewerbevereins. In der …
Bürgermeister wartet auf Anruf

KU braucht neuen Klinik-Chef

Kaufbeuren/Ostallgäu – Dr. Philipp Ostwald, Chef der Ostallgäuer Krankenhäuser, wird seinen Vertrag mit dem Kommunalunternehmen (KU) nicht …
KU braucht neuen Klinik-Chef

Kommentare