Verkehr rollt endlich auf der A7

„Ich freue mich, dass die mit 962 Kilometer längs-te Autobahn Deutschlands komplett fertig ist“, erklärte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, als er an der Eröffnung des letzten Teilstücks der A7 teilnahm. Musikalisch umrahmt und mit allerlei Prominenz wurde nun die lang ersehnte Öffnung des letzten Teilstücks der A7 zwischen Nesselwang und Füssen gefeiert.

Sowohl von der Dringlichkeit, als auch von der Problematik, die dieser Bau mit sich gebracht hat, konnte sich der Verkehrsminister selbst überzeugen. Der Bund hat hier 168 Millionen Euro investiert, um die letzten 14,6 Kilometer fertigzustellen. Tiefensee betonte: „Beim Bau haben wir die einmalige Naturlandschaft des Allgäus berücksichtigt“. Besonders der Bau des 645 Meter langen Tunnels Reinertshof sowie die 557 Meter lange Talbrücke Enzenstetten sollten die Landschaft des Allgäus schützen. Der örtliche Bund Naturschutz kritisierte jedoch, dass trotz dieser Maßnahmen das ökologisch wertvolle Biotop Brunnenmoos bei Enzenstetten ruiniert ist. Auch Landrat Johann Fleschhut weiß um die Problematik dieser Trasse: „Auch wenn viele andere jetzt profitieren, bringen einige Mitbürger große Opfer für die Allgemeinheit. Ihnen gebührt unser Respekt und vor allem Dank“, so Fleschhut. Entscheidend sei beim Bau in den letzten Jahren gewesen, Lärm- und Sichtschutz nicht nach dem Minimalprinzip zu betreiben, sondern das Optimum für die Betroffenen anzustreben. Auch die Sicherheit im Tunnel habe man sehr ernst genommen und auf EU-Standard gebracht. Nach der betrieblichen Nachrüstung des Grenztunnels wurde auch der Tunnel Reinertshof mit neuester Technik ausgestattet. „Allen Verkehrsteilnehmern auf der nun endlich durchgehenden A7 wünsche ich allzeit gute, sichere und vor allem unfallfreie Fahrt“, so der Bayerische Innenminister, Joachim Herrmann. Mit einer Idee von Alfred Köpf begann vor 42 Jahren die Planung der A7. Der Füssener Kommunalpolitiker machte sich in Bonn beim Bundesverkehrsministerium für dieses Projekt stark. 1971 begannen dann die Planungen mit dem Raumordnungsverfahren. Danach folgte der Bau des Grenztunnels zur Entlas- tung der Füssener Innenstadt. Den letzten und entscheidenden Planfeststellungsbeschluss für die Lücke zwischen Nesselwang und Füssen erließ die Regierung von Schwaben am 25. April 2002. Im September 2002 begann der Bau des Lückenschlusses. Nach sieben Jahren Bauzeit können sich nun Orte wie Nesselwang, Seeg, Hopferau und Ortsteile Pfrontens auf die Verkehrsentlastung freuen. sk

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