Der Verkehrs-Knoten ist geplatzt

Feierlich wurde am Samstag das Band durchschnitten und so der Kreisverkehr an der Kemptener Straße, Ecke Kemnater Straße, eingeweiht. Foto: Kohlbauer

Fast zwei Monate früher als geplant konnte am Samstag um 10 Uhr der Kreisverkehr an der Kemptener Straße, Ecke Kemnater Straße eingeweiht werden. Mit einem feierlichen Festakt wollte man sich nicht nur bei den Bürgern, sondern auch bei Geschäften und Anwohnern direkt an der Baustelle für die Umsicht bedanken. Gleich zu Beginn spielte die Kemnater Musik auf und auch die geistliche Segnung durch durch Stadtpfarrer Thomas Renftle und Pfarrer Thomas Kretschmar durfte an diesem Tag nicht fehlen.

„Schon vor zwölf Jahren wurde im Bauausschuss darüber diskutiert, wie man diesen Verkehrsknotenpunkt verbessern könnte. Wir hatten an dieser Stelle schon gefährliche Situationen“, erklärte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse bei der Einweihung. Acht Jahre lang versuchte die Stadtverwaltung die Verkehrssituation zu optimieren und arbeitete insgesamt neun Varianten, von einer Kreuzung bis letztlich zum Kreisverkehr, aus. Anfang Mai ging es dann mit den Bauarbeiten für den neuen Kreisel los. Durch die Umgehungstrasse war die Durchfahrt immer gegeben und das verkürzte die geplante Bauzeit erheblich, so Bosse. Nun ist der einstige Verkehrsknoten geplatzt und der Kreisverkehr wurde mit kleinen symbolischen Gebäckringen eingeweiht, die kostenlos verteilt wurden. Musikalische Einlagen gab es zudem vom Schulorchester der Marienschule. Denn auch die Schülerinnen bekamen die Auswirkungen der Baustelle zu spüren. Um ihren Bus rechtzeitig zu erwischen, mussten viele den Unterricht früher verlassen. Nach dem feierlichen Durchschneiden des Bandes wurde der Kreisverkehr offiziell dem Durchgangsverkehr freigegeben. Die Erste, die den Kreisverkehr befuhr, war die 77-jährige Theresia Langenwalter. „Ich bin 1943 mit meinem Ochsen Maxl, hier wo jetzt der Kreisverkehr ist, in die Stadt gelaufen. Jetzt wollte ich als Erste mit dem Auto durchfahren“, erzählte die rüstige Dame, die den Oberbürgermeister Stefan Bosse als Beifahrer dabei haben wollte und hupend ihre Runden drehte. Knapp 1,7 Millionen Euro kostete der Kreisverkehr, der nun auch Radfahrern und Fußgängern mehr Sicherheit geben soll. Kleine Anschläge, Blindenleitsysteme und die Zebrastreifen sorgen zusätzlich für eine bessere Orientierung und Übersicht.

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