Festliche Preisverleihung der Roten ASF-Rose in Marktoberdorf an Wellküren und Waltraud Joa

Wortwitz und Stubenmusik

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Die Preisträgerinnen der Roten ASF-Rose Bärbi, Burgi und Moni Well – Die Wellküren – mit Ilona Deckwerth, Vorsitzende der SPD im Ostallgäu und Karin Wehle-Hausmann, der Marktoberdorfer ASF-Vorsitzenden.

Marktoberdorf/Ostallgäu – Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) verlieh kürzlich im Rahmen eines Festakts ihre Preise an Frauen, die sich mit ihrer Arbeit und in ihren Positionen um die Gleichstellung verdient gemacht haben. Preisträgerinnen in 2014 sind die Mitglieder der Gruppe "Wellküren" und die Behindertenberauftragte Waltraud Joa.

Der begehrte, jährlich verliehene Hauptpreis der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), die Skulptur der Roten ASF-Rose, ging in diesem Jahr an die Musik- und Kabarettgruppe „Die Wellküren“ alias Moni, Burgi und Bärbi Well, die seit über 25 Jahren mit Volksmusik-Kabarett die Kleinkunstbühnen aufmischen. Den Lokalpreis der Roten ASF-Rose erhielt Waltraud Joa, Behindertenbeauftrage des Landkreises Ostallgäu, angesichts ihres jahrzehntelangen Eintretens für die Rechte von Menschen mit Behinderung. 

Zur Preisverleihung hatten die SPD-Frauen des Ostallgäus am vergangenen Freitag in die „filmburg“ Marktoberdorf geladen, wo mit Gastgeberin Monika Schubert eine ehemalige Preisträgerin der Verleihung eine stil- volle Bühne bereitete. Mit den „Wellküren“ wurde dort zum ersten Mal ein Genre ausgezeichnet, das Gleichstellungsfragen nicht auf politische Weise oder in gesellschaftlich-mahnender Absicht aufwirft, sondern mit Witz und Scharfzüngigkeit den Alltag von Frauen kommentiert. Mit den Worten des Festredners Erich Nieberle (SPD-Bürgermeisterkandidat) ausgedrückt: „Die Wellküren sprechen zu uns nicht über den Verstand, ihre Worte und ihre Musik treffen – viel wirkungsvoller – mitten ins Herz.“ Ilona Deckwerth, Vorsitzende der SPD Ostallgäu und Initiatorin des Gleichstellungspreises, freute sich in ihrer Laudatio sichtlich, drei Frauen auszeichnen zu können, die mit ihrer Verbindung von Musik und Kabarett einen ganz eigenen, einen erfolgreichen Weg gegangen seien. 

Im Jahr 2013 war Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, mit der Roten ASF-Rose ausgezeichnet worden.

„Herz sticht“ heißt das aktuelle Programm der Well-Schwestern, aus dem die Preisträgerinnen im Anschluss an die Verleihung einen Ausschnitt präsentierten. Heiter und selbstironisch nahmen sie die Beziehung zwischen Mann und Frau aufs Korn und füllten damit die Botschaft der ASF-Rose mit prallem Leben. Gewürzt mit einer guten Portion schwarzen Humors machten sie auch vor der Spezie Ehemann nicht Halt, dem nicht nur einmal und „natürlich nur aus Liebe“ der Garaus gemacht wurde. Mit versöhnendem Lachen entließen sie ihr Publikum in den gemütlichen Teil des Abends. „Wenn du Frieden suchst“, so die Wellküren, „mach Stubenmusik.“ 

Der lokale Gleichstellungspreis der ASF in Höhe von 300 Euro ging an diesem Abend an die Behindertenbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, Waltraud Joa. Sichtlich bewegt nahm die Marktoberdorferin Ehrung und Preis entgegen. „Wenn von Barrierefreiheit, wenn von Inklusion die Rede ist, ist immer auch von Waltraud Joa die Rede“, begründeten die SPD-Frauen die Auszeichnung. Seit Jahrzehnten setze sich Joa unermüdlich für Menschen mit Behinderungen ein, allgäuweit, auf Landes- und auf Bundesebene. So ist zum Beispiel das grenzüberscheitende Tourismusprojekt „Allgäu-Tirol barrierefrei“ dem Engagement der Behindertenbeauftragen zu verdanken. Von Laudatorin Ulrike Wieser wurde dabei besonders Joas „Hartnäckigkeit“ hervorgehoben. 

Karin Wehle-Hausmann, die Vorsitzende der ASF in Marktoberdorf, bekräftigte dies: „Waltraud Joa ist eine Frau, die für ihre Ziele kämpft und sich von Hindernissen nicht aufhalten lässt.“ 

Ihr Preisgeld stellt Joa dem Arbeitskreis Belange behinderter Menschen in Marktoberdorf zur Verfügung und sagte: „Unsere Arbeit ist auch der Verdienst der Menschen, die mit mir gegangen sind. Diese Netzwerke haben mir immer wieder Mut gemacht.“ von Angelika Hirschberg

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