Viel Spaß im Team – Junge Forscherinnen ünerzeugen bei AGCO/Fendt durch Innovationsgeist

Mit Neugier, Interesse und kreative Lösungsvorschlägen haben die 13 Teilnehmerinnen des “Forscherinnen-Camps” bei AGCO/Fendt alle überzeugt. Innerhalb von fünf Tagen sollten die Gymnasiastinnen Ideen für die Optimierung einer Traktorenkabine hinsichtlich Dichte und Lärm finden - was ihnen auch gelang, wie die jungen Frauen bei der Abschlußpräsentation im Fendt-Forum anschaulich darstellten.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. bietet seit zwei Jahren für technikbegeisterte Mädchen ab 15 Jahren in ganz Bayern so genannte “Forscherinnen-Camps” an. Mit lokalen Kooperationspartnern arbeiten die Schülerinnen an konkreten Projekten. Mit dem Ziel, “Mädchen für Ingenieurberufe zu begeistern”, hat sich AGCO/Fendt als Partnerunternehmen zur Verfügung gestellt. Für die wissenschaftliche Seite wurde die Fachhochschule Kempten ins Boot geholt. Bei der Abschlussveranstaltung sitzen die 13 Schülerinnen in den teilweise etwas zu großen Fendt-Arbeitsmänteln, leicht nervös, in den vorderen Reihen. Gekonnt stellen sie den anwesenden Gästen, allen voran den eigenen Familien, die Ergebnisse und den Ablauf ihres spannenden “Forscherinnen-Camps” vor. Vom Spaß in der Kletterhalle ist dabei genauso die Rede wie vom Pizzaessen. Im Mittelpunkt steht jedoch ganz klar die wissenschaftliche Arbeit, an die sie zunächst in theoretischen Blöcken sowie mit einem Besuch im Labor der Hochschule und einer Betriebserkundung bei dem Marktoberdorfer Traktorenhersteller herangeführt wurden. Als “Sondereinsatzteam” ging es dann auch konkret an die Arbeit. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung, die “Optimierung einer Traktorenkabine hinsichtlich Dichte und Lärm”, stellte die Mädchen vor große Herausforderungen. Mit zahlreichen Versuchen mussten zunächst die Defizite ermittelt werden, wo beispielsweise Öffnungen in der Kabine vorhanden sind. Im nächsten Schritt wurden von den Teilnehmerinnen, alle samt Gymnasiastinnen zwischen 15 und 18 Jahren, Lösungsvorschläge erarbeitet, an welchen Stellen und mit welchem Material Abdichtungen vorgenommen werden, um den Druckabfall und das Eindringen von störenden Außengeräuschen zu minimieren. “Es wurde eine Verdreifachung des Kabinendrucks erreicht”, ist auch Richard Hindelang von der AGCO/Fendt-Personalabteilung positiv überrascht. Besonders das Engagement und die Teamfähigkeit der Mädchen wurde von allen Betreuern in höchsten Tönen gelobt. Und das Ziel, die Hemmschwellen von Mädchen bei technischen Berufen abzubauen, scheint zumindest bei dieser Gruppe gut gelungen zu sein. Denn neben den Kommentaren, dass “es sehr viel Spaß” gemacht habe, wollen die Teilnehmerinnen nach dem Abitur auch den Berufsweg in Richtung Technik einschlagen. Die Fachleute befürworten dies sehr, da Mädchen in Ingenieurberufen bisher selten sind und ihnen viel versprechende Zukunftschancen in dieser Branche bescheinigt werden.

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