Vielfältiges Angebot

Die Staatliche Berufsschule Ostallgäu mit Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Berufsfachschule für Metalltechnik sowie mit der Außenstelle Füssen beging vergangenen Freitag ihr 30-jähriges Bestehen. Um dies gebührend zu feiern, war in allen Räumen von Lehrern und Schülern eine Präsentation vorbereitet worden, die von Eltern und Interessierten, aber auch von der politischen und schulischen Prominenz bestaunt wurde.

Schulleiter Remigius Kirchmaier konnte zu einem Rundgang den Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert, den Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut, aber auch Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile und Schulrat Karl Wittek vom Schulamt Kaufbeuren-Ostallgäu, neben weiteren Ehrengästen willkommen heißen. Im Fünf-Minuten-Takt wurde das kompakte, aber auch anspruchsvolle „Programm" in den verschiedenen Räumen der Schule und im Freigelände absolviert. Was da von den SchülerInnen, unter Mitwirkung der Lehrkräfte und unter deren Präsentation, „aufgebaut" war, vermittelte einen hervorragenden Eindruck von der Schule und der Qualität ihrer Ausbildung. Das ging los mit dem Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung. Da wurde gezeigt: Die Berufsschule Marktoberdorf als zertifiziertesTestzentrum zum Erwerb des Europäischen Computerführerscheins (ECDL); Informations- und Textverarbeitung im Ausbildungsberuf Bürokaufmann; Lerninhalte und Didaktik am Beispiel des Ausbildungsberufs Bankkaufmann; Projektarbeit im Lernfeldorientierten Unterricht für den Kaufmann im Groß- und Einzelhandel; Neuordnung im Prüfungswesen für Kaufleute im Einzelhandel; Ausbildung im speziellen kaufmännischen Beruf zum Automobilkaufmann, sowie Kaufmann für Tourismus und Freizeit, eine Präsentation der Außenstelle Füssen. Im Fachbereich Kfz-Technik unter anderem: Wasserstoff-Antriebe der Zukunft (Aufbau und Funktion der Brennstoffzelle); Lehrmethoden im Kfz-Unterricht, sowie Diagnose an einem Mercedes-Dieselmotor. Eine weitere Präsentation der Außenstelle Füssen: Die Berufsfachschule für Metalltechnik. Im Fachbereich Bautechnik: Gruppenunterricht an einem Spielhausprojekt für den Kindergarten Geisenried, oder das „Projekt Römerbad" beziehungsweise „Aussichtsturm Kohlhunden" - Lebende Werkstätten Holzbau - Zimmerer. Dann die Darstellung des Berufsgrundschuljahres Schreiner - wieder vorgestellt von der Außenstelle Füssen. Vom Fachbereich Landwirtschaft wurden im Freigelände Schleppervorführungen mit der Pflanzenschutzspritze gezeigt. Im Fachbereich Gesundheit konnte man sich den Blutdruck messen, auf Blutzucker testen oder den Body-Mass-Index berechnen lassen. Jugendliche ohne Ausbildungsplatz präsentierten „ihren" Wochenmarktstand und fertigten floristische Dekorationen. Die Berufsfachschule für Hauswirtschaft sorgte für leckere Allgäuer Spezialitäten, im Schulgarten standen Führungen durch den Kräutergarten an und die Aktion „Jugendso- zialarbeit" hatte im Schulhof einen Niedrigseilgarten aufgebaut. Schließlich gab es in der Aula Informationen zur „Berufsschule plus", wo man bei entsprechener Qualifikation: Eine mindestens zweijährige betriebliche Ausbildung absolvieren und paralell dazu die Berufsschule besuchen, sowie im Zeugnis über den Mittleren Schulabschluss einen Notendurch- schnitt vom mindestens 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik vorweisen können oder die Erlaubnis zum Vorrücken in die Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums (Oberstufenreife) verfügen muss, die Hochschulzugangsberechtigung erwerben kann. Eine Musterschule Schulleiter Kirchmaier rechnete vor, dass in den 30 Jahren rund 17000 Jugendliche eine berufliche Ausbildung absolvierten und sich damit eine Grundlage für beruflichen Erfolg und eine große Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Leben schaffen konnten. Landrat Fleschhut sprach anerkennend von einer „Musterschule", mit einer Vielfalt des Angebots sowie einer hohen Qualität des Unterrichts durch hochmotivierte Lehrkräfte. Er nannte auch Zahlen: Der Landkreis hat in den 30 Jahren rund 15 Millionen Euro in Marktoberdorf und weitere 5 Millionen Euro in Füssen „nutzbringend" investiert.

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