Erfolgreiche Jugendarbeit beim SJR

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Der Stadtjugendring Kaufbeuren unter dem Vorsitz von Holger Jankovsky (stehend) traf sich zur Frühjahrs-Vollversammlung.

Kaufbeuren – Der SJR kämpft trotz erfolgreicher Jugendarbeit weiter mit zu niedrigen Rücklagen. Zu der Frühjahrsvollversammlung des Stadtjugendrings (SJR) haben sich unter der Leitung des Vorsitzenden Holger Jankovsky mehr als 50 Vertreter von Jugendorganisationen in Kaufbeuren zum Jahresrückblick 2015 getroffen.

Zu Beginn der Vollversammlung des Stadtjugendringes stellte sich die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg DPSG vor. Veronika Scholz schilderte den derzeitigen Neuaufbau mit wöchentlichen Aktivitäten. „Die schlauen Füchse“, wie sich diese Gruppe für die Altersgruppe neun bis elf Jahre inzwischen nennt, sei offen für Mädchen und Jungen. 

Aus dem Jugendverbändegespräch, an der alle aktiven Jugendleiter in Kaufbeuren teilnahmen, berichtete Kilian Herbschleb, stellvertretender Vorsitzender. „Die Servicestelle des SJR als ein zentraler Materialverleih muss unter den Jugendverbänden bekannter gemacht und die Ausstattung verbessert werden“, sagte Herbschleb. Im Materialverleih können sich die Jugendorganisationen aus Kaufbeuren für ihre Einzelaktivitäten beispielsweise Zelte ausleihen. 

Eva Pfefferle, Beisitzerin im SJR, berichtete über die Arbeit im Jahr 2015, die unter dem Motto „Fremd und Daheim in Kaufbeuren“ stand. Es gab viele Veranstaltungen, an denen Jugendliche beteiligt und aktiviert werden konnten. Man engagierte sich bei Projekten mit Bürgerbeteiligung und unterstützte eine Veranstaltung für Jugendliche zur Alkoholprävention. „Ferienzeit=Langeweile–vorprogrammiert?!“ Von wegen! Da hat der SJR etwas dagegen und bot ein abwechslungsreiches Ferienprogramm an. Ein Hauptarbeitsgebiet sei immer noch die Mittagsbetreuung und das Angebot für Ganztagsklassen. „Ganz oft heißt offene Jugendarbeit aber auch Beziehungsarbeit und Helfen bei kleinen Wehwehchen“, betonte Pfefferle. Wichtig sei dabei immer die Vermittlung von traditionellen Werten. 

Rolf Einfeldt, der Verwaltungsleiter des Stadtjugendrings, berichtete über die Jahresabrechnung mit einem Ergebnis von über zwei Millionen Euro. Mit einstimmigem Beschluss wurde der Vorstand dafür entlastet. „Allerdings liegen die Rücklagen erkennbar unter den Vorgaben und wir bemühen uns derzeit in Gesprächen mit der Stadt um eine Lösung, die nicht zu Lasten der aktiven Arbeit geht“, so Einfeldt auf Nachfrage. Nach einen Tiefpunkt von 15 Prozent im Jahr 2013 sei man nun wieder auf über 55 Prozent angekommen. Das sei aber noch nicht genug. 

Insgesamt war in den vergangenen Jahren auch ein leichter Rückgang der Betreuungszahlen in Ferienbetreuung und -programm zu verzeichnen. 2015 sei aber der Abwärtstrend aufgefangen worden und mit 1350 Teilnehmern wieder auf dem Stand von 2012 gewesen. Bei der Mittagsbetreuung an den Schulen werden momentan 300 Essen pro Tag angeboten. 2013 waren es noch 175 Essen. 

Der Leiter des Jugendzentrums Kaufbeuren, Uwe Sedlacek, machte dann noch auf ein unschönes Problem aufmerksam und forderte den SJR auf, sich rechtzeitig Gedanken zu machen, wie man auf die zu erwartende „Partymeile“ im Jordanpark anlässlich der Schulabschlussfeiern reagieren könnte. In den vergangenen Jahren sei es immer wieder im Jordanpark zu Trinkgelagen mit alkoholisierten Jugendlichen, herumliegendem Abfall und Ruhestörungen nach den Schulabschlussfeiern gekommen. 

Zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung startete dann der SJR voller Zuversicht in das Ferien-Freizeitprogramm zu Pfingsten. Im Juni steht dann das Projekt „Freiflug“ auf dem Programm. Der ausführliche 88-seitige Jahresbericht 2015 ist über die Homepage des SJR www.sjr.kaufbeuren.de einzusehen.

von Wolfgang Krusche

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