"Was lange währt…"

Für die Gäste legten sich Lehrer und Schüler mit verschiedenen Tanz-, Gesangs- und Slapstickeinlagen ins Zeug. Foto: Frisch

„Was lange währt, wird endlich gut!“ Mit diesen Worten fasste Schulleiter Johannes Glaisner die nunmehr zwei Jahre zusammen´, in denen die Kaufbeurer Jörg-Lederer-Mittelschu- le (JLS), gelegen an der Neugablonzer Straße, von Grund auf renoviert und umgestaltet worden war. Eine vergleichsweise lange Zeit – aber das Ergebnis, so Glaisner, habe sich „definitiv gelohnt“. Am vergangenen Donnerstag präsentierte sich die Schule nun in ihrem neuen „Gewand“. Mit einem bunten Programm in der Aula wurden den zahlreich erschienenen Gästen aus Elternschaft, Politik sowie Stadt- und Schulverwaltung die Hintergründe und der Verlauf des Umbaus nahegebracht.

Nach einem Segensgebet für die neuen Räumlichkeiten mit Werner Schendel und Thomas Dressel führte Oberbürgermeister Stefan Bosse in das Programm des Vormittags ein. Besonders freue er sich, dass das rund fünf Millionen Euro teure Projekt des Umbaus vom Freistaat mit stolzen 55 Prozent gefördert werde, betonte der Rathauschef. Die „kleine zeitliche Verzögerung“, die die Beteiligten beim Umbau hätten erleben müssen, habe sich zudem als „sehr positiv“ herausgestellt, konnte man so doch das vor wenigen Jahren maßgeblich gewordene Konzept der „Mittelschule“ (vorher: Hauptschule) mit allen Vorgaben in den Bau mit einbeziehen. Von einem „hässlichen braun-gelben Entlein zum schönen grau-weiß-roten Schwan“ habe sich die Schule durch den Umbau entwickelt“, schilderte Susanne Becher-Geyrhalter vom Büro B2 Architekten. Schon das neue Logo, welches an der Frontseite des Schulgebäudes prangt, weise darauf hin, dass hier „konstruktives Miteinander, Lebendigkeit und Kommunikation“ zu Hause seien. Ausdrücklich lobte sie den Entschluss der Verantwortlichen, für den Entwurf des Logos den Künstler Christian Hörl aus Ruderatshofen zu engagieren. Weg in die Zukunft Einen Überblick über die vielen Stationen, die die Jörg-Lederer-Schule bis zu ihrer Renovierung durchlaufen muss- te, bot im Anschluss Schulleiter Johannes Glaisner. Vor allem bei seiner Beschreibung der früheren Zustände wurde allen Anwesenden klar, wie nötig der Umbau tatsächlich war. So mussten die Schüler laut Glaisner aufgrund des Mangels an Fachräumen ständig zwischen verschiedenen Schulgebäuden in Kaufbeuren „wandern“, und auch Temperaturen bis zu 38 Grad während der Sommermonate seien einem hochwertigen Unterricht nicht gerade zuträglich gewesen. Schließlich sei damals die Entscheidung gefallen, einen Sonnenschutz zu installieren, sowie die Fassade zu erneuern. „Dieser Plan wurde aufgegeben, da man sich nicht auf eine Farbe einigen konnte – aus heutiger Sicht kann man nur sagen, Gott sei dank!“ Im März 2010 rückten dann die Bagger an. Nach einer Untersuchung der Bausubstanz, bei der eine komplett verrostete Stahlträger-Deckenkonstruktion zum Vorschein kam, verzögerten sich die Arbeiten dann erneut. Der Unterricht an der JLS wurde zum Teil in Container verlegt, die Glaisner wohlwollend als „mobile Klassenzimmer“ bezeichnete. „Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge“, wiederholte der Schulleiter den Wahlspruch seiner Lehranstalt, und so sei aus den vielen Provisorien der letzten zwei Jahre schließlich auch die jetzige „neue Schule“ entstanden. Aber, so Glaisner: Bei allem Dank und der Freude über diese Sanierung darf nicht vergessen werden, dass unsere Mittelschule diese Wertschätzung auch verdient hat. Wir hoffen, dass diese Wertschätzung auch weiterhin bestehen bleibt!“ Im Anschluss an das offizielle Programm hatten die Schülerinnen und Schüler in den neuen Fach- und Klassenräumen noch verschiedene Attraktionen organisiert; so bei- spielsweise Kinderschminken, ein „English Breakfast“, eine Gedichte-Werkstatt oder Experimente im Chemieraum. fr

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