Wechsel nach drei Jahren

Zum 1. Juli verlässt Steffen Kirchner das Vermessungsamt in Marktoberdorf (wir berichteten). Entscheidend für seinen Wechsel nach Landsberg am Lech sei sein Wohnort bei Landsberg gewesen, verrät Kirchner dem KREISBOTEN. Sein Nachfolger steht hingegen noch nicht fest.

Er habe sich sehr wohl gefühlt im Marktoberdorfer Vermessungsamt und scheide deshalb auch „mit einem weinenden Auge“, sagt Kirchner, der den Vermessungsdirektor Herbert Gerber in Landsberg ablösen wird. Dieser geht in Altersteilzeit. Wer der neue Leiter des Vermessungsamtes Marktoberdorf wird, stellt sich erst Anfang Oktober heraus. Die Stelle ist ausgeschrieben und einige Bewerbungen sind auch beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen in München eingegangen. Dort wird auch die Entscheidung über Kirchners Nachfolger fallen. Kirchners Stellvertreter, Gerhard Trautwein, wird in den drei Monaten die Position kommissarisch übernehmen. Seit 2006 ist Kirchner Leiter des Vermessungsamtes in Marktoberdorf und hat in dieser Zeit unter anderem das Projekt der Geodateninfrastruktur (GDI) begleitet. Bei dem Projekt, welches nicht nur in Marktoberdorf, sondern in ganz Deutschland erfolgt, geht es darum die Geodaten der öffentlichen Verwaltungen standardisiert über das Internet zur Verfügung zu stellen. Die GDI dient dazu, dass „die öffentliche Hand bei Bedarf auf unsere Geobasisdaten zurückgreifen kann“, sagt Kirchner. Dazu werden digitale Flurkarten oder auch Luftbilder zur Verfügung gestellt. Alle drei Jahre werden neue Luftbilder erstellt - heuer „wird wieder beflogen“, so Kirchner. Auch die digitale Ortskarte gehört zu den Basisdaten. Ein zentraler Rechner wird derzeit zu dem Projekt noch aufgebaut. Der Aufbau dieser Geodateninfrastruktur wird auch ein zentrales Thema für Kirchner in Landsberg sein. Ein weiteres Projekt, welches Kirchner mit der Zeit in Marktoberdorf verbindet und eng mit dem GDI-Projekt verbunden ist, ist das Amtliche Liegenschaftskataster Informationssystem, kurz ALKIS genannt. Dieses Projekt soll bis 2011 zum Abschluss gebracht werden. Ziel von ALKIS ist es unter anderem, dass Dritte leicht die Geobasisdaten der Landesvermessung nutzen können.

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