Gesperrtes Eisstadion: Kaufbeuren unterstützt den ESVK nach Kräften

Die Stadt macht Druck

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Der rote „Teppich“ ist im ESVK-Stadion verblichen und auch die Betonpylonen bröckeln durch Chlorideinlagerungen.

Kaufbeuren – Das Kaufbeurer Eisstadion ist im Besitz des ESVK – durch die jüngste plötzliche Schließung wegen Einsturzgefahr (wir berichteten) steht der Verein neben dem organisatorischen Aufwand somit vor einem großen finanziellen Problem. Aber die Stadt lässt die Joker nicht hängen.

Auch wenn das Eisstadion im Eigentum des ESVK ist, unterstützt die Stadt nach der Schließungsmaßnahme den Verein nach Kräften. Oberbürgermeister Bosse stimmt sich seit der Sperrung permanent mit dem Vereinsvorstand zum weiteren gemeinsamen Vorgehen ab. Bei einem Treffen mit den Vereinsvorständen des ESVK wurden nun weitere gemeinsame Schritte vereinbart. So erhalten die Joker städtische Hilfe unter anderem für die Anmietung von Ersatzeisflächen, den erhöhten Betreuungsaufwand und die zusätzlichen Fahrtkosten. Die Unterstützung erstreckt sich laut Bosse dabei ausschließlich auf den gemeinnützigen Vereinsbereich. Zudem werde versucht, die vertiefenden statischen Prüfungen, die vom ESVK beauftragt wurden, schneller durchzuführen. Dazu zählt laut Bosse, dass man mit technischen Mitteln den Beton an exponierten Stellen, an denen Kernbohrungen vorgenommen werden sollen, auf die erforderlichen fünf Grad Celsius erwärmen will. Darüber hinaus soll ein zusätzliches Statikbüro, das sich auf derart große Gebäudekomplexe spezialisiert hat, hinzugezogen werden. Es soll zusammen mit dem Buchloer Statikbüro, das die Schließungsempfehlung ausgespro- chen hatte, die bereits vorliegenden Erkenntnisse vertiefen. Parallel will Bosse am 8. Januar die vom Stadtrat beschlossene Arbeitsgruppe einberufen und leiten. In Vorbereitung der ersten Arbeitssitzung läuft bereits die Recherche zu möglichen Lösungsszenarien. Das Gremium wird, soweit dies auf der bis dahin vorliegenden Datenbasis möglich ist, insbesondere Neubauvarianten gegen geeignete Sanierungsmaßnahmen abwägen. Am Ende dieses Prüfungsprozesses (voraussichtlich im März 2013) werden Vorschläge für die Beschlussfassung im Stadtrat stehen.

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