"Wer plant, muss auch bauen"

Vom „Aldi“-Kreisel bis zur Einmündung Jahnstraße soll in diesem Jahr noch gebaut werden.

Auch diesmal stand die Sitzung des Haushaltsausschusses im Zeichen des Rotstiftes, und da wäre die Streichung des geplanten Ausbaus der Georg-Fischer-Straße (West) mit 400.000 Euro ein gewichtiger Brocken gewesen. Vielleicht wäre diese Maßnahme ja auch gekippt worden, wäre da nicht die Regierung von Schwaben außen vor gewesen. „Ein weiters Jahr planen und nichts bauen, das geht nicht“; so oder so ähnlich habe sich die Regierung geäußert, erklärte Stadtbaumeister Peter Münsch.

Münsch zielte dabei auf das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Denn ohne konkrete Umsetzungsmaßnahmen im Jahr 2012 stünde die Stadt wohl vor dem Aus, was dieses städtebauliche Förderprogramm angeht. Das Verschieben der Maßnahme bringe nichts – „wir verlagern das Problem ins nächste Jahr, aber da liegen die Schwerpunkte der Bautätigkeit bei der St. Martin-Schule und beim Busbahnhof“, argumentierte Axel Maaß (Grüne). Diese Linie wird auch durch die Initiative „Mitten in Marktoberdorf“ verfolgt, die in einem Brief an Bürgermeister und Stadträte hierfür und für die Kreuzung Birkenweg-Poststraße die Bereitstellung von Haushaltsmitteln fordert. Auch „Mitten in Marktoberdorf“ fürchtet eine Ballung von Baumaßnahmen in den Jahren 2013 bis 2015 und weist außerdem auf die Erwartung in der Bevölkerung hin, dass man nach drei Jahren der Planung endlich „sichtbare Erfolge“ vorweisen müsse. Auch im Hinblick auf bereits erfolgte und geplante Investitionen von Privatleuten setze die Stadt ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn die geplanten Bauvorhaben nicht zeitnah verwirklicht würden. Etwas unzufrieden zeigte sich Peter Grotz (FW), der nach anfänglicher Skepsis einen vollständigen Ausbau der Georg- Fischer-Straße forderte: „Wenn schon, dann was Zusammenhängendes schaffen“. Stadtratskollege Walter Schillhansel (CSU) sah dies anders, er hielt es für logisch und konsequent, in Abschnitten zu bauen. Münsch wandte ein, dass auf jeden Fall nur bis zur Einmündung Birkenweg gebaut werden könne, da es noch Unklarheiten in Zusammenhang mit der Zukunft von Sparkassenparkplatz und Emmi-Fendt-Haus gebe. Auf Nachfragen von Ulrike Wieser, ob es denn schon Planungen gebe und ob 2012 auch wirklich gebaut werden könne, antwortete der Stadtbaumeister mit einem eindeutigen „Ja“. Eine telefonische Rückfrage durch den KREISBOTE ergab, dass man sich mit den Anrainern der betroffenen Straßen an einen Tisch setzen werde, um am 23. April bereits die Voraussetzungen zu schaffen, Förderanträge für die Baumaßnahmen zu stellen.

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