Ein wichtiger Meilenstein

Ein Ritual mit alter Tradition: Der Richtspruch von Helmut Mattmer und Stefan Winziger (von links) unter den Augen der zukünftigen Bewohner Foto: Becker

Die Augen von Groß und Klein strahlten mit den provisorischen angeschlossenen Scheinwerfern im Rohbau um die Wette: Beim Richtfest der Pfarrei Mariä Himmel- fahrt Buchloe waren alle zufrieden. Einen wichtigen Meilenstein stelle dieser Termin dar, wie Susanne Mrazek als Leiterin der KITA feststellte. Insbesondere gelte das für die generellen Perspektiven für die Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern. Stadtpfarrer Reinhold Lappat bediente sich eines Zitats von Hermann Hesse: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ und wünschte sich, dass der Zauber bliebe und die Kinder mit diesem Zauber wachsen könnten. Die Kinder als zukünftige Bewohner befestigten ihre Wünsche als Botschaft am eigens für diesen Zweck vorbereiteten Richtbaum unter dem Beifall vieler Eltern.

Die Zimmerleute Stefan Winziger und Helmut Mattmer verlasen in einem eigens auf den Kindergarten als Bauobjekt bezogenen Vers den Richtspruch: „Möge diese Haus gewähren, Krippe und Heim in Glanz und Ehren, denen, die es sich erbauten! Und ihr Richtspruch möge lauten: Herr beschütze diese Heim, gib uns Deinen Segen drein!“ Traditionell nahmen sie ihr Sektglas, tranken auf Bauherr, Stadt, Planer, die Handwerker sowie das Handwerk und warfen ihre Gläser am Ende zu Boden. Architektin Annette Degle bezeichnete Architektur mit einem Zitat als „Brücke zwischen Erde und Luft“ und bedankte sich bei allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit, so dass man völlig im vorgesehen Zeitplan liege. Bürgermeister Josef Schweinberger war ebenfalls hocherfreut und meinte, man habe „etwas Großes errichtet“ und wünschte sich dass es 100 Jahre bestehen würde. Am Ende der vom St.-Stephanus-Quartett musikalisch umrahmten Feier lud Gesamt- kirchenpfleger Karl Kutter alle Anwesenden zur Feier ins Haus der Begegnung ein, wo das gesamte Team des Kindergartens die Gäste mit Speis und Trank bediente. Neue Wege gegangen Bei dem von der Pfarrei mit Unterstützung der Stadt gestemmten Projekt im Umfang von etwa 3,2 Millionen Euro hatte man in mancherlei Hinsicht neue Wege beschritten. So wurden alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft, sei es von der Diözese Augsburg, aus dem Konjunkturprogramm II, vom Staat Bayern oder von der „Bundesstiftung Umwelt“. Auch im Bereich der Nutzung regenerativer Energie habe man eine Vorreiterrolle eingenommen, so Karl Kutter in einem Gespräch mit unserer Zeitung. So werde beispielsweise die Abwärme aus der Biogasanlage des nahe gelegenen Bauernhofs der Familie Miederer genutzt und mit einer Hackschnitzelanlage ergänzt. Die Kosten für den späteren Betrieb des Hauses bewegen sich damit mit der noch erfolgenden Wärmedämmung auf einem absoluten Minimum für ein Objekt dieser Größe. Der eingerichtete „Arbeitskreis KITA“ in seiner Zusammensetzung aus Bauamt, Stadtratsmitgliedern, Kindergartenleitung und Pfarrei habe sich bestens bewährt und in Diskussionen immer das Beste für die Sache gewollt. wb

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