Die „Wandertrilogie Allgäu“ in drei Ebenen

Im Dreiklang mit der Natur

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Christa Fredlmeier erklärt die Wandertrilogie.

Kaufbeuren – Drei Höhenlagen, 876 Streckenkilometer und 53 Etappen: Die „Wandertrilogie Allgäu“ erzählt vom Wandern im Dreiklang mit der Natur. Der Saal im DAV-Kletterzentrum in Kaufbeuren bot kürzlich ein stimmiges Ambiente zum Vortrag zur „Wandertrilogie Allgäu“.

Die weiten Panaroma-Fotografien von Kaufbeuren und Neugablonz, jeweils im Jahre 1940 aufgenommen, erstrecken sich dort großflächig im Halbrund. Und so waren alle Zeichen auf Fernwandern gestellt, als Christa Fredlmeier von „Füssen Tourismus“ nach kurzer Begrüßung ihren Vortrag begann. Der Einstieg ins Wanderjahr sollte es sein, und die knapp 30 Zuhörer waren gekommen um sich überzeugen zu lassen vom Wandern „im Dreiklang mit der Natur“, auf drei verschiedenen Höhenlagen und überhaupt: Man konnte schon von der heiligen Dreifaltigkeit des Wanderns reden, so oft viel in den ersten Minuten die Zahl „drei“. 

Aber was ist das überhaupt, die sogenannte „Wandertrilogie“? Ganz einfach, es handelt sich hierbei um drei verschiedene Ebenen, nämlich erstens die Route der Wiesengänger - diese erstreckt sich auf 387 Kilometern über flache Hügellandschaften und ist somit für Wandereinsteiger empfehlenswert. Zweitens wären da die Wasserläufer: Immer noch keine Bergabenteuer, aber durchaus anspruchsvolles Erlebniswandern auf 377 Kilometern. 

Wie der Name schon sagt, liegen auf dieser Route zahlreiche kleine Wasserfälle und Seen. Zuletzt gibt es da noch die Himmelsstürmer-Wege, für die die hoch hinaus wollen. Hier gilt es, Höhenmeter zu meistern, die 338 Kilometer dieser Route sind demnach also nur dem sportlich ambitionierten Wanderer ans Herz zu legen. Enstanden, so Fredlmeier, sei eine neue Wanderkarte, die Geschichten erzählen wolle oder noch besser, die Landschaft diese Geschichten erzählen lassen wolle. 

Illustriert mit den beeindruckendem Fotografien von Klaus-Peter Kappest und begleitet von mehreren kurzen Filmbeiträgen etwa über den Künstler Stefan Michaelis aus Schmitzfelden bei Leutkirch oder eine Nonne aus dem hiesigen Crescentiakloster entstand so ein durchaus kurzweiliger Vortrag, allein: Ohne das Begleitmaterial wurde man aus den Erklärungen der Christa Fredlmeier nicht immer schlau. Hier wurde doch einiges übereinandergeworfen, was man sich hinterher wieder zusammensuchen durfte. Auch spielte hier die Technik dem reibungslosen Ablauf den ein oder anderen Streich. 

Dennoch, für Wanderfreunde dürfte diese Trilogie ein spannendes Erlebnis darstellen, auf dem sich alle 53 Etappen in ihrer individuellen Vielfalt präsentieren wollen: Es gibt also – dank der „Wandertrilogie Allgäu” – einiges Neues zu entdecken in diesem Jahr. Zumindest für die, die zu Fuß unterwegs sind.

von Philip Bradatsch

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