Windkraft: Landkreis Ostallgäu moniert Abstandsflächen

Post vom lieben Nachbarn

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Der Abstand der geplanten vier Windräder zur Ortschaft Frankenhofen ist für den Landkreis zu gering.

Ostallgäu/Fuchstal – Gespannt erwarten Bürgermeister Erwin Karg und die Fuchstaler Gemeinderäte Post vom Landratsamt Landsberg; die Kreisbehörde ist Genehmigungsbehörde für die vier geplanten Windräder im Bereich Kingholz. Eine Entscheidung steht bevor; sie wird Mitte Juli erwartet.

Zuvor ist nun Post von einem anderen Landratsamt eingetroffen. Und zwar aus Marktoberdorf. Die Ostallgäuer Behörde verweist darauf, dass der Abstand von den geplanten vier Windrädern zur Ortschaft Frankenhofen nicht eingehalten werde. Die 2000 Meter seien angesichts der Höhe der geplanten vier Anlagen im Bereich Kingholz zu wenig. Notwendig seien 2068 Meter, heißt es in dem Schreiben des Ostallgäuer Landratsamtes, das auf die Höhe der Windräder (gut 206 Meter) und auf die 10 H-Abstandsregelung zur nächsten Bebauung verweist. 

Bürgermeister Erwin Karg hat die Gemeinderäte über den Brief aus dem Ostallgäuer Landratsamt informiert, der von Regierungsdirektorin Gudrun Hummel unterzeichnet ist. Die Stellungnahme aus dem Ostaalgäu fließt – wie so viele Antworten – mit ein in das Baugenehmigungsverfahren für die vier geplanten Windkraftanlagen im Südwesten der Fuchstaler Flur. Federführend ist dabei das Landratsamt Landsberg. Bürgermeister Karg verweist auf den rechtskräftigen Flächennutzungsplan der Gemeinde, in dem ein Mindest- abstand von 2000 Metern zur nächsten Ortschaft fixiert sei. 

Dazu habe die Gemeinde auch Stellungnahmen vom Bayerischen Gemeindetag, vom Planungsverband München Äußerer Westen sowie von Rechtsanwalt Bernd Wust von der Kanzlei Kapellmann & Partner eingeholt und diese der Genehmigungsbehörde in Landsberg zugeleitet. von Kreisbote

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