Gablonzer Siedlungswerk zieht Bilanz

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Dr. Wolfgang Völsch begrüßt die Teilnehmer bei der Mitgliederversammlung im Gemeinschaftsraum des GSW in der Sudetenstraße.

Kaufbeuren-Neugablonz – Das Gablonzer Siedlungswerk Kaufbeuren (GSW) baute 2014 sein Anlagevermögen an Grundstücken mit Wohnbauten auf 29,8 Millionen Euro aus. Das wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung bekannt.

Die Mitglieder akzeptierten entsprechend den Jahresabschluss ohne Gegenstimmen. Auch der Neubau in der Sudetenstraße (wir berichteten) blieb mit 8,5 Millionen Euro im kalkulierten Rahmen. Baubeginn für das neue Bauvorhaben „Wohnpark Reichenbachstraße“ wird voraussichtlich 2016 sein, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Wolfgang Völsch. 

Als Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses im Aufsichtsrat verlas Matthias Queisser den Prüfungsbericht des Verbandes der bayrischen Wohnungsunternehmen (VdW). Der VdW Bayern prüfte für 2014 die Feststellung der wirtschaftliche Verhältnisse und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Sie bescheinigt dem Gablonzer Siedlungswerk die ordnungsgemäße Durchführung des Jahresabschlusses, eine ausreichende Liquidität und eine zufriedenstellende Ertragslage. 

Geschäftsführer des Gablonzer Siedlungswerk Kaufbeuren, Gerhard Stolzenberger, stellte als Ausschnitt des Jahresabschlusses die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung mit einer Bilanzsumme von 35,8 Millionen Euro (+1,1 Millionen Euro) vor, bei einem nahezu gleichbleibendem Mitgliederbestand von knapp 1.500 Mitgliedern. Im Einzelnen wurden die Grundstücke mit Wohnbauten mit 29,8 Millionen Euro (+8,2 Millionen Euro) bewertet, ein Bilanzgewinn von rund 102.000 Euro (+29.000 Euro) ausgewiesen. 

In seiner Vorausschau für 2015 stellte Stolzenberger klar, dass die Genossenschaft „wie bisher, umfangreich und dauerhaft in den Wohnungsbestand investieren wird. Modernisierungen mit wirtschaftlicher Rentabilität werden vorangetrieben, um die Nachfrage nach qualitativ gutem Wohnraum erfüllen zu können“. So seien für 2015 Instandhaltungsmaßnahmen für rund zwei Millionen Euro geplant. Weiterhin werde wie geplant in Neubauten investiert. In der Reichenberger-/Hubertusstraße werden unter der Bezeichnung „Wohnpark Reichenbergerstraße“ voraussichtlich 111 Wohneinheiten neu entstehen. „Zur Zeit werden dort die alten Wohnungen abgebaut und nach den Sommerferien die Gebäude abgerissen. Es werde mit einem Baubeginn im Frühjahr 2016 geplant. Im nächsten Monat sollen dafür die entsprechenden Bauanträge eingereicht werden“, so Stolzenberger. 

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates dankte Dr. Völsch für die Arbeit des Vorstandes und betonte, dass diese erfolgreiche Arbeit der Genossenschaft eben auch durch regelmäßig stattfindende gemeinsame Sitzungen von Aufsichtsrat und Vorstand unterstützt wurde. Ausdrücklich hob er die Einhaltung der ursprünglich kalkulierten Kostenplanung von 8,5 Millionen Euro beim Neubau in der Sudetenstraße hervor. Nach diesen erfolgreichen Schilderungen wurde der Jahresabschluss von den anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimmen angenommen. 

In seiner Zusammenfassung schlug nun Völsch die Verwendung des Bilanzgewinns als Ausschüttung in Form einer drei- prozentigen Dividende vor. Er betonte dabei, „bei Berücksichtigung der momentan Entwicklung der Kapitalmärkte liegt die Dividende immer noch deutlich höher, als man bei einer ähnlichen Anlageform erzielen kann“. Der Rest des Bilanzgewinns in Höhe von etwa 55.000 Euro gehe als Gewinnvortrag ins nächste Jahr. Dieser Vorschlag wurde ohne Gegenstimmen angenommen und in der Folge auch der Vorstand und der Aufsichtsrat jeweils ohne Gegenstimmen entlastet. 

In einer notwendig gewordenen Wahl wurde Rosemarie Basl als Mitglied im Prüfungsausschuss, in Abwesenheit, ohne Gegenstimmen in den Aufsichtsrat erneut bestellt. Nach der Danksagung und dem offiziellen Ende, bot die schon traditionelle gemeinsame Brotzeit Gelegenheit für vielerlei Gespräche.

von Wolfgang Krusche

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