Einstimmiges Votum der CSU-Kreisdelegierten für Maria Rita Zinnecker

Charmeoffensive bei der CSU

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Viel lokale CSU Prominenz bei der Wahlveranstaltung zur Landratskandidatin. Von links: Lars Leveringhaus (Fraktionsvorsitzender im Kreistag), Franz Pschierer (Staatssekretär), Angelika Schorer (MdL), Markus Ferber (MdEP) und Maria Rita Zinnecker sowie der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke.

Marktoberdorf – Wie groß der Rückhalt für dem amtierenden Landrat Johann Fleschhut (FW) im Landkreis tatsächlich ist, wird sich bei den Landratswahlen 2014 zeigen. Mit Maria Rita Zinnecker hat die CSU im Ostallgäu jedenfalls nach eigener Ansicht den idealen - und charmanten - Gegenpol zum Amtsinhaber gefunden.

Man habe es sich nicht leicht gemacht, um eine/n geeignete/n Kandidat/-en/-in für die Landratswahlen am 16. März zu finden, erklärte Angelika Schorer, Landtagsmitglied und Kreisvor- sitzende der CSU, anlässlich der Nominierungsveranstaltung im Richard-Wengenmeier-Saal. Mit Maria Rita Zinnecker habe man aber, so Schorer, die richtige Kandidatin gefunden, die durch ihre ministeriellen Erfahrungen nicht nur eine Menge Fachkompetenz vorweisen könne; die gebürtige Allgäuerin strahle auch menschliche Wärme aus. Mit allen 108 Delegiertenstimmen wurde Zinnecker, die seit 2010 das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kaufbeuren leitet, für die CSU ins Rennen geschickt. 

Nach den Worten von Schorer, die die Nominierungsveranstaltung leitete, gehe es darum, den Landkreis mit einem eigenen Kandidaten voranzubringen. So habe die regionale Kandidatenfindungskommission auch eine „Wechselstimmung“ ausgemacht, Umfragen kämen zu ebendiesem Ergebnis. 

Rita Zinnecker, die wie sie in ihrer persönlichen Vorstellung sagte, für sich in Anspruch nimmt, keine Herausforderung zu scheuen, setzt auf Kooperation auf allen Ebenen und auf Bürgernähe. Durch ihre vorherigen Tätigkeiten als Referentin bei der Regierung von Schwaben und als Referatsleiterin im Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten weiß die studierte Ökotrophologin (Haushalts- und Ernährungswissenschaften) laut eigenem Bekunden „wie die Uhren in den dem Landkreis übergeordneten Behörden ticken“. 

Darauf wies auch Staatssekretär Franz Pschierer hin, der vor allem die Kontakte nach Augsburg und München als wichtig für eine erfolgreiche Arbeit im Ostallgäu bezeichnete. Mit ihrer Laufbahn bis zur Behördenleiterin habe Zinnecker einen eindeutigen Kompetenznachweis geliefert und mit ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen und im Kreistag des Unterallgäus seien auch ihre menschlichen Qualitäten hinreichend belegt, so Pschierer. Lars Leveringhaus, dem auch Ambitionen auf das Amt des Landrates nachgesagt wurden, erklärte, er freue sich als Fraktionsvorsitzender im Kreistag auf die Zusammenarbeit im Team mit einer Landrätin Zinnecker. 

Markus Ferber, der als Europaabgeordneter der CSU und Schwäbischer Bezirksvorsitzender eigens nach Marktoberdorf angereist war, sah in Zinnecker eine Kandidatin, die Probleme mit Charme lösen könne – eine Eigenschaft, die der Landkreis „dringend“ benötige. Er verwies auf die für die Menschen entscheidende kommunale Ebene und darauf, dass wichtige Themen, wie zum Beispiel das Thema Krankenhäuser „vor Ort und nicht in Berlin“ entschieden würden.  

Für Zinnecker selbst nimmt eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung einen hohen Stellenwert ein. So sei ihr, wie sie betonte, eine gute Nachnutzung der geschlossenen Krankenhäuser in Marktoberdorf und Obergünzburg wichtig, insbesondere aber eine zufriedenstellende ärztliche Notversorgung der Bevölkerung. Zu ihren wichtigsten Zielen gehören nach eigener Aussage daneben das Eintreten für Familien und Bildung, das Finden von Antworten auf den demografischen Wandel und der Erhalt von Arbeitsplätzen in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk und produzierendes Gewerbe. Dabei stelle sie das Miteinander in der Region, auch unter Einbezug der kreisfreien Städte und der Nachbarlandkreise, in den Vordergrund. 

Abschließend betonte Zinnecker, dass sie dem Amt wieder „eine Seele geben möchte“ und dass sie anstrebe, „eine Landrätin für alle“ zu sein. von Klaus Bauer

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