"Die Zeiten waren nie besser“

Wenn nicht jetzt, wann dann?

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Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, dem bieten sich momentan laut den Finanzexperten bei der Sparkasse Kaufbeuren die besten Finanzierungsmöglichkeiten.

Kaufbeuren – „Fast jeder mit einem festem Einkommen, kann sich heute eine Immobilie leisten. Die Zeiten waren nie besser“. Dieses Fazit zog Franz Endhardt, Vorstand der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, im Rahmen eines Pressegespächs. Ein Eigenheim sei für viele Menschen ein Lebensziel und immer noch die beliebteste Form des Vermögens- aufbaus in Deutschland, resümierte der Finanzexperte.

Wobei Deutschland im internationalen Vergleich immer noch Nachholbedarf habe. 2014 hat die Sparkasse Kaufbeuren Wohnbaukredite aus eigenen Mitteln in Höhe von 56 Millionen Euro ausgezahlt. Dieses Jahr seien es bereits nach neun Monaten 65 Millionen Euro, erklärte Endhardt. Auch bei der Vermittlung von Immobilien sei eine dauerhafte Steigerung zu beobachten. 

Im vergangenen Jahr hätten die Makler der Sparkasse 44 Objekte mit einem Wert von sechs Millionen Euro vermittelt. In diesem Jahr wurden bereits 32 Objekte vermittelt, so Endhardt. Der Wert der vermittelten Kaufobjekte betrage 5,2 Millionen Euro. Die Gründe für diese positive Entwicklung liegen laut dem Sparkassen-Vorstand in der guten Arbeitsmarkt- und in der momentan historisch günstigen Zinssituation. 

Sybille Knecht, Regionaldirektorin der Landesbausparkasse, meinte dazu: „Diese günstige Finanzierungsmöglichkeiten sollten jetzt von Interessenten langfristig abgesichert werden. Zum Beispiel durch einen Bausparvertrag”. In Kaufbeuren seien dieses Jahr rund 20 Prozent mehr Bausparverträge abgeschlossen worden als im vergangen Jahr, was diese Nachfrage unterstreiche. 

Eine neue Tariffamilie biete Darlehenszinsen ab 1,99 Prozent für die klassische Baufinanzierung und sogar 1,49 Prozent für Modernisierung mit kürzeren Laufzeiten. Daneben gebe es noch die staatliche Unterstützung durch Wohnriester-Verträge, die für viele interessant seien. „Wichtig ist und bleibt dabei das Einbringen von Eigenkapital von circa 30 Prozent als Eigenleistung”, so Knecht.

 „Daneben ist natürlich auch die Wertentwicklung für einen Bauherrn oder Immobilienerwerber wichtig”, erläuterte Ralf Claus, Leiter des Immobiliencenters bei der Sparkasse Kaufbeuren. Das Wohnraumangebot werde momentan nicht der Nachfrage gerecht. Bayernweit seien die Kaufpreise für Wohnimmobilien im vergangenen Jahr erneut gestiegen, wie Daten der von Sparkassen und LBS vermittelten Objekte zeigen. D

ie Preise gebrauchter Häuser stiegen laut der Kaufbeurer Finanzexperten im Durchschnitt um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Preise gebrauchter Wohnungen um acht Prozent. Im Raum Kaufbeuren kosten derzeit neue Doppel- und Reihenhäuser zwischen 240.000 und 380.000 Euro sowie neue Eigentumswohnungen zwischen 2000 und 3100 Euro pro Quadratmeter. 

Gebrauchte Doppel- und Reihenhäuser seien zwischen180.000 und 320.000 Euro zu haben, gebrauchte Eigentumswohnungen zwischen 600 und 2000 Euro pro Quadratmeter. „Selbst der Energieverbrauch ist bei der Vermittlung von Gebrauchtimmobilien wichtig, sollen doch alle Möglichkeiten für spätere Energiesparmaßnahmen erhalten bleiben”, erklärte Claus. 

Dominik Müller, stellvertretender Pressesprecher der LBS in München, berichtete von einer kontinuierlichen Steigerung des Wohnflächenverbrauchs und von immer weniger Menschen in einem Haushalt. Demnach stehen durchschnittlich jedem Menschen in Bayern 48 Quadratmeter zur Verfügung, gegenüber 38 Quadratmetern vor 20 Jahren. In Kaufbeuren gehören rein rechnerisch 1,9 Personen zu einem Haushalt. 

„Wohnen muss jeder, es ist ein Grundbedürfnis. Und wer ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung besitzt, hat dieses Grundbedürfnis für sich abgesichert“, erklärte Endhardt zusammenfassend. Die Rahmenbedingungen seien derzeit ausgesprochen gut.

von Wolfgang Krusche

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