Zukunft mit Geborgenheit

Die Kinder und ihre Erzieherinnen machten mit einer Aufführung zum Thema Berufe deutlich, wo alle einmal angefangen haben: als kleine Leute im Kindergarten!

Doppelten Grund zum Feiern hatte die Gemeinde Pforzen am vergangenen Freitag. Mit der Er- öffnung der Kinderkrippe und des darüber liegenden Pfarrsaales begann ein neues Kapitel für die von der Diözese Augsburg in Trägerschaft betriebene Einrichtung des katholischen Kindergartens St. Valentin in Pforzen. In seiner Begrüßung sagte Anton Demmler, der in seiner Person die Ehrenämter Kindergarten- und Kirchenverwalter sowie Gemeinderats- mitglied vereinigt: „Das ist eine Bleibe für die Zukunft!“

Neben Vertretern aus Politik und Kommunen, sowie Pfarrer Dr. Pius Benson, Sabine Brems vom Landratsamt und Architekt Erwin Kirchdorfer waren zahlreiche Gäste der Einladung gefolgt. Lediglich die Diözese war nicht vertreten. In seiner Ansprache skizzierte Demmler die fast 40-jährige Geschichte des Kindergartens. Er freute sich über den „hervorragend integrierten Anbau“ mit der Kinderkrippe. Mit dem Pfarrsaal habe die Pfarreiengemeinschaft nun zudem eine zentrale Einrichtung. Monika Hartmann als Leiterin des Kindergartens verglich die Einrichtung mit einem Buch. Nun werde eine neue Seite aufgeschlagen, in der Basteln und Backen ebenso aufgezeichnet würden wie Beten, Lächeln, Tränen und Trösten. So entstehe für jedes Kind ein „Fundus an Geborgenheit“. Bezogen auf das Motto des Kindergartens sagte die Leiterin: „Wenn Worte und Menschen Hand in Hand gehen, dann schreibt das Leben schöne Geschichten!“ Das achtköpfige Team betreut derzeit 84 Kinder in einer Krippengruppe und drei Kindergartengruppen. Der Landtagsabgeordnete Franz Pschierer (CSU) betonte, man müsse Kinderbetreuung auch im ländlichen Raum ausreichend anbieten. Mit Begegnungsmöglichkeiten und Kommunikation könnte soziale Kompetenz als Grundfertigkeit der Wertevermittlung erfolgen. MdB Stephan Stracke (CSU) verglich das bestehende Areal aus Krippe, Kindergarten, Schule und Pfarrgarten mit einem Campus, auf dem die Kinder die ersten Jahre ihres Lebens verbringen. Dr. Wengert fügte hinzu, dass für Kinder eingesetztes Geld immer gut angelegt sei. Damit werde ein Stück Zukunft für jedes Kind in der Krippe geschaffen. Der Pforzener Bürgermeister Hermann Heiß (CSU/FW) freute sich besonders über den „feschen Anbau“. Für die Kinder sei ein Platz zum Wohlfühlen geschaffen worden. Gemeinde und Kirchengemeinde seien glücklich über das offene und moderne Haus. Heiß richtete seinen besonderen Dank an Anton Demmler für dessen „außerordentliches Engagement“. Der finanzielle Anteil der Gemeinde an dem Projekt mit Kindergartenanbau und Pfarrgemeindesaal fiel nicht unerheblich aus: Von den fast 800.000 Euro Gesamtkosten musste sie rund 280.000 Euro selbst aufbringen. Der Rest kam aus Fördermitteln des Freistaates und der Diözese. In einer amüsanten Aufführung stellte schließlich eine Kindergruppe mit dem Tenor „Im Kindergarten fangen alle mal als kleine Leute an“ anhand verschiedener Berufsbilder dar, wo auch große Karrieren mal begonnen haben. Dollies Dixie Band, eine sechsköpfige Gruppe aus dem Unterallgäu, umrahmte die Feierstunde zudem mit schwungvollen und jazzigen Rhythmen.

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