Sportpark erhält Kabinentrakt und Gymnastikhalle

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Kaufbeuren – Die Spielvereinigung Kaufbeuren (SVK) erhält für den zum Sportpark Haken verlagerten Trainingsbetrieb die erforderlichen Zuschüsse für die benötigten Einrichtungen. Dabei handelt es sich um ein am bisherigen Bestand angesetztes Gebäude mit Umkleideräumen und Duschen sowie um eine Freizeit- und Gymnastikhalle.

Letztere soll aber nicht nur weiteren Vereinen, sondern auch den in der Sachaufwandsträgerschaft der Stadt Kaufbeuren befindlichen Schulen zur Verfügung stehen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 762.000 Euro übernimmt die Stadt knapp 450.000 Euro.

Trotz einer zum Teil emotional geführten Diskussion zwischen Catrin Riedl (SPD) und OB Stefan Bosse kam es am Ende zu einem einstimmigen Ergebnis. Riedl hegte die Befürchtung und sprach von einer „abweichenden Regelung“, dass andere Vereine durch den 73-prozentigen Zuschuss bei den Kabinen – Gesamtkosten 510.000 Euro – benachteiligt seien. Dem widersprach der OB entschieden. Man habe der SVK durch die Verlagerung der Trainingsplätze einen „Eins zu Eins“ Ersatz versprochen. „Und das heißt 100 Prozent bis zum letzten Cent“, so Bosse. Daher seien auch die sonst üblichen Fördersätze nicht anzuwenden. Er räumte lediglich ein, dass man die Kabinen bei der Verlagerung aus dem Parkstadion und der Erstellung des großen Kunstrasenplatzes „definitiv vergessen“ habe. Das könne man dem Verein nicht anlasten.

Daraufhin führte die SPD-Stadträtin ins Feld, dass diese Ausgaben als Folgekosten dem Eisstadion zugerechnet werden müssten, worauf der OB antwortete: „Das müssen wir am Schluss abrechnen“. Die restlichen Kosten in Höhe von 138.000 Euro für den Kabinenbau fließen aus Fördermitteln des bayerischen Landes-Sportverbandes e.V. und der Aktion Mensch e.V.. Auf 311 Quadratmeter entstehen vier Umkleiden, zwei Duschräume, Toiletten, ein Büro sowie ein Schiedsrichter- und ein Jugendraum.

Anders stellt sich die Situation beim Bau der Freizeit- und Gymnastikhalle mit 156 Quadratmeter Nutzfläche und Kosten von insgesamt 252.000 Euro dar, die in der Verantwortung des SVK liegt. Üblich sind gemäß Förderrichtlinien zwar nur 20 Prozent, da aber Antragstellern mit Nutzung durch Schul- und Breitensport in vergleichbaren Fällen schon 30 Prozent bewilligt worden sind, empfahl die Verwaltung hier den gleichen Satz, entsprechend also 75.500 Euro mit Zweckbindung für 25 Jahre. Mehrere Vereine haben bereits ihr Interesse an einer Nutzung bekundet, darunter der Stadtjugendring, der Behindertenbeirat, die VHS, die Lebenshilfe und die Kolping Akademie. Bernhard Pohl (FW) sah die Nutzung des Halle durch den SVK als „konsequent“ an, zeigte sich aber „betrübt“, dass der „Athletik Club Kaufbeuren runter fällt“. Nachdem Riedl nochmals von „Bauchschmerzen“ gesprochen hatte, appellierte Ernst Holy (KI) abschließend, „keine Unruhe zu stiften“.

von Wolfgang Becker

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