Frauentelefon Kaufbeuren bietet wichtige Anlaufstelle

Seit 20 Jahren für Frauen in Not

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Katharina von Cranach (Foto) leitet das Frauentelefon Kaufbeuren/Ostallgäu seit 2007. Ansonsten bleiben die ehrenamtlichen Beraterinnen vollständig anonym.

Kaufbeuren – Mit einer Handvoll engagierter Frauen aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu fing es im Jahr 1992 an: Voller Idealismus und Tatendrang begannen sie ihren Bereitschaftsdienst beim damals neugegründeten „Frauentelefon Kaufbeuren/Ostallgäu“. Heute kann die Institution auf 20 Jahre erfolgreiches Engagement zurückblicken.

Eines hat sich seit den Anfängen nicht geändert: Das Motto „Frauen helfen Frauen“, soll heißen keine „guten Ratschläge und Lebensrezepte“, sondern im Gegenteil sinnvolle Hilfe zur Selbsthilfe. Die Initiative zum Frauentelefon kam 1992 von der damaligen Frauenbeauftragten der Stadt Kaufbeuren, Ruth Weißmann. Sie begeisterte eine Gruppe engagierter Mitbürgerinnen dafür, für Geschlechtsgenossinnen in Notlagen ein anonymes und vertrauliches Gesprächsangebot mit kompetenten und bedingungslos auf der Seite der Anruferinnen stehenden Beraterinnen zu schaffen. Von Anfang an galt das Motto „Frauen helfen Frauen“. Daran hat sich bis heute nichts geändert – in den zwei Jahrzehnten des Bestehens haben die „Telefonfrauen“ vielen Anruferinnen beigestanden, ihnen Mut gemacht und ihnen geholfen, einen für sie gangbaren Weg in teilweise scheinbar auswegslosen Situationen zu finden. Hilfe zur Selbsthilfe will das Frauentelefon geben, in ganz konkreten Situationen und ohne die üblichen Plattitüden oder „Lebensrezepte“. Dennoch gibt es, wenn Bedarf besteht, auch ganz handfeste Informationen beim Frauentelefon Kaufbeuren/Ostallgäu: Von der Frage, welche Anlaufstellen es bei Alkoholsucht des Partners gibt bis hin zu einer rechtlichen Auskunft darüber, was der Frau im Falle einer Scheidung bevorsteht. Das Frauentelefon arbeitet parteilich für Frauen, ist jedoch politisch, religiös und weltanschaulich unabhängig. Es unterliegt keinen programmatischen und ideologischen Zwängen.

 Unersetzbare Hilfe 

„Auch im Zeitalter des Internets hat dieses Angebot seine Berechtigung nicht verloren“, erklärt eine der „Telefonfrauen“, die – wie auch alle anderen Helferinnen außer der Leiterin Katharina von Cranach, die seit 2007 an der Spitze der Einrichtung steht – anonym bleibt: „Ein persönliches Gespräch mit einem Menschen, der die Fähigkeit hat, zuzuhören und auf seinen Gesprächspartner einzugehen, kann durch keinen ‘Chat’ der Welt ersetzt werden“. von KREISBOTE

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