75 Firmen präsentieren sich

Jugend informiert sich über ihre Zukunft

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Buchstäblich reinschnuppern konnten die Schüler in den Beruf des Bäckers.

Marktoberdorf – Händeringend werden nach wie vor qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Aus diesem Grunde sind das Handwerk und die Industrie mehr denn je an künftigen tüchtigen Auszubildenden interessiert. Zum zweiten Mal fand deshalb im Marktoberdorfer Modeon und im angrenzenden Außenbereich vergangene Woche für den Berufsnachwuchs eine Ausbildungsmesse statt.

Denn die Wirtschaft könne nur mit bestens ausgebildeten Fachkräften dauerhaft bestehen und so seien die Jugendlichen von heute die erfolgreiche Zukunft der Betriebe von morgen, so die Organisatoren vom Arbeitskreis „SchuleWirtschaft Marktoberdorf“ und vom „Verein für Berufsorientierung Deutschland e.V.“. Nur attraktive Arbeitsplätze könnten diese jungen Menschen vor Ort halten und so setze das Werben um den beruflichen Nachwuchs bereits in den Schulen ein. Den noch Schulpflichtigen werden dabei die jeweiligen Vorzüge von einzelnen Berufsgruppen und Sparten schmackhaft gemacht um die spätere Berufswahl zu erleichtern. 

Der "richtige Weg" zur Ausbildung 

Rund 1.900 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Ostallgäu strömten im Laufe des vorvergangenen Freitagvormittag Richtung Modeon, wo sich insgesamt 75 regionale und überregionale Aussteller präsentierten. Bereits am Abend zuvor bestand die Möglichkeit mit den ausstellenden Firmen und Betrieben ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen. 

Denn bei dieser Veranstaltung stand mit an erster Stelle, dass die interessierten Schülerinnen und Schüler persönlich betreut und auf alle Fragen bezüglich Anforderungen und Erwartungshaltung ausführlich und detailliert Antwort erhielten, betonte Simon Bernauer vom Organisations-Team „Verein für Berufsorientierung Deutschland e.V.“. Die Jugendlichen sollten dabei den „richtigen Weg“ zu einer erfolgreichen Ausbildung gezeigt bekommen. Denn reine „Bauch­entscheidungen“ würden, so ein Aussteller dem Kreisboten gegenüber, oftmals scheitern. Gerade auf diesem Gebiet wurde den Besuchern wertvolle Hilfestellung geboten und darauf hingewiesen, dass nur eine gezielte Berufsorientierung – was macht mir Spaß, was liegt mir und was befriedigt mich auf Dauer? – den erhofften Erfolg im späteren Berufsleben bringt. 

"Außerordentlich informativ" 

In einem überschaubaren Rahmen konnten sich die jungen Besucher gezielt einen Überblick verschaffen. Ein Schüler der Marktoberdorfer Mittelschule lobte die Veranstaltung als „außerordentlich informativ“. Er selbst sei zur Zeit hinsichtlich der richtigen Berufswahl noch unschlüssig, habe aber am Vorabend und jetzt während seines Messerundgangs den einen oder anderen wertvollen Hinweis bekommen. Er könne sich gut vorstellen, in einem Metallbearbeitungsbetrieb das für ihn geeignete Betätigungsfeld gefunden zu haben.

 Ein Beispiel von Vielen, wie Xaver Schelle, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises „SchuleWirtschaft Marktoberdorf“ und der VR-Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG, dem Kreisboten erklärte. Es habe während der Veranstaltung, wie er mehrmals feststellen konnte, wirklich sehr ernsthafte und auch erfolgversprechende Gespräche zwischen Ausbildern und Schülern gegeben. „Eine für beide Seiten positive und erfreuliche Tatsache, die sicherlich dazu führen kann, junge Menschen vor Ort halten zu können“, so Schelle. 

Nachdem auch das Wetter an beiden Tagen „mitspielte“, waren alle Beteiligten nach Abschluss der Messe recht zufrieden. Und so zogen auch die Organisatoren vom „Verein für Betriebsorientierung Deutschland e.V.“ eine durchweg positive Bilanz. „Wir freuen uns sehr, dass auch in diesem Jahr viele junge Menschen aus dem Landkreis Ostallgäu die Gelegenheit wahrgenommen haben, sich über ihre Zukunft zu informieren. Wir würden es sehr begrüßen, wenn im nächsten Jahr noch ein paar Besucherinnen und Besucher mehr das Angebot am Donnerstagabend wahrnehmen würden – aber ansonsten eine wirklich erfolgreiche und tolle Veranstaltung“, so Simon Bernauer in seinem Schlusswort.

von Klaus-Dieter Körber

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