Bruno Kickner zeigt Fotos aus seinem Begegnungen mit Musikern

Portraits in der Kaffeebohne

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Bruno Kickner stellt derzeit in Isny aus.

Isny – „Kultur im Zelt“ heißt die Fotoausstellung von Künstlerportraits zum 30-jährigen Jubiläum des Theaterfestivals Isny, die am Freitagabend offiziell eröffnet wurde.

Der Leutkircher Bruno Kickner stellt 14 ausgewählte Fotografien von Künstlern aus aller Welt aus, die er im Laufe seiner Fotografenkarriere bei verschiedenen Zeltfestivals erlebt und verewigt hat. Die Ausstellung ist noch bis Ende August in der Kaffeebohne am Obertor zu sehen. 

2007 ist der Fotograf nun wieder in seine Heimat zurück gekommen und betreibt in Leutkirch ein Fotostudio als Werbefotograf für die verschiedensten Auftraggeber. Vorher war er allerdings schon recht unterwegs, hat in den Otto Kasper Studios mitgearbeitet, war Assistent dieses bekannten Fotografen und hat von 1996 bis 1999 in Zürich das erste digitale Fotostudio geleitet. Danach war er 2006 als Dozent an der Berufsakademie Stuttgart. 

Die in der Kaffeebohne ausgestellten Arbeiten sind durchweg Portraits von Musikern aus der Jazzszene. Ebenfalls ausgestellt wird ein Portrait von Konstantin Wecker, der in diesem Jahr das Theaterfestival eröffnen wird, und am 2. August in Isny auftritt. Zur Eröffnung der Kaffeebohne hatte Bruno Kickner schon einmal dort eine Ausstellung gehabt und Variationen des Themas Kaffee gezeigt. Jetzt sind es intensive Fotos musizierender Menschen, denen der Künstler genau zuschaute und wo er auch versuchte den Charakter der Interpreten voll zu erfassen und dem Betrachter zu vermitteln. Wenn man das Café betritt, wirken die Fotos, als würden sie schon immer an ihren Plätzen hängen und sie vermitteln einen gewissen Flair von Künstlercafé und intensivem Lebens- gefühl, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. 

Erst wenn man sich die Zeit nimmt, die Aufnahmen genauer zu betrachten, wird klar wie einfühlsam und trotzdem unspektakulär der Fotograf an seine Objekte heran tritt. Was auch durch die Aufnahmen vermittelt wird ist, dass Kickner eine Liebe zum Jazz entwickelt hat, die ihn erst zu diesen Fotos befähigten. Das ist nicht nur Fotokunst, sondern gleichzeitig die Vermittlung von positivem Lebensgefühl. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Kaffeebohne zu besichtigen. Bis Ende August gibt es Gelegenheit dazu.

Manfred Schubert

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