Mehr als ein Hobby

Malen ist seine Leidenschaft

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Der Hobbymaler Hugo Heidelberger frönt seiner Leidenschaft für Ölmalerei auch während der Ausstellung seiner Bilder.

Kempten – Dass ihm die Malerei Spaß macht, steht dem Hobbykünstler Hugo Heidelberger förmlich ins Gesicht geschrieben. Während derzeit 270 seiner insgesamt rund 700 Malereien auf Ausstellungsbesucher in Räumen in der Webergasse warten, ist er so ganz nebenbei schon wieder fleißig mit der weiteren Produktion von Werken beschäftigt und lässt sich dabei auch gern über die Schulter blicken.

So richtig eingestiegen in die Ölmalerei ist der Spätberufene und Autodidakt nach eigenem Bekunden eigentlich erst mit dem beruflichen Ruhestand. Zwar helfe er ab und an noch im inzwischen an den Sohn übergebenen Betrieb aus, wie der 85-jährige Werkzeugmachermeister einräumt. Aber seit gut 20 Jahren habe er endlich richtig Zeit für seine schon vorher gelegentlich gepflegten Malambitionen.

Verschiedenste Motive

„Ich male alles was die Leute wollen oder was mir in den Sinn kommt“, meint Heidelberger in seiner verschmitzten Art; das gelte auch für die Stile seiner Bilder, die von figürlicher Malerei bis zu abstrakt gespachtelten Werken reiche. Als Vorlagen dienen ihm Postkarten, Fotografien oder einfach seine Fantasie. So finden sich amerikanische Wochenendhäuser neben afrikanischen, russischen, spanischen  Landschaf- ten oder Szenerien der Lüneburger Heide und natürlich dem Allgäu, das er „vorwiegend“ zu seinem Motiv erkoren hat; dazu Sonnenuntergänge, Tier- und Pflanzenbilder – und, plötzlich mittendrin, plastisch eine Allgäuer Krippe im Bilderrahmen „mit einem Gasthof, einem ‚B’soffenen’ und Kindern, die vom höher gelegenen Bergdorf mit Schlittern hinunter fahren“, wie er erklärt.

Ja, „ein bisserl begabt“ sei er natürlich schon, gibt er sich selbstbewusst, aber ansonsten habe er sich alles selber beigebracht. Das Hotel seiner Enkelin sei mit gut 60 seiner meist in satten Farben gehaltenen Werke bestückt. Weitere Bilder von ihm seien bereits nach Moskau, Australien und Brasilien gegangen. Zwei Auftragsarbeiten fertige er gerade für Weißrussland an, erklärt er nicht ohne Stolz, dass „Geschäftspartner, die hier die Bilder sehen, oft gerne eines wollen“.

Die Ölmalereien von Hugo Heidelberger sind noch bis zum 20. Dezember 2012 in Anwesenheit des Künstlers täglich von 13 bis 17 Uhr in Kempten in der Webergasse 37 zu besichtigen; oder nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 0831/24 792.  Christine Tröger

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