Abenteuer mit "Bavarian Bill"

Willi Diet demonstriert den Rotariern einige seiner vielen Mitbringsel und Andenken. Foto: privat

Was hatte er nicht alles ins Clublokal mitgebracht: Eine Schüssel und Sand, glänzende Steine und ein paar Goldnuggets. Natürlich auch Wasser, denn Willi Diet wollte den Rotariern zeigten, wie man aus diesem Sand Gold herauswaschen kann. Und das tat er am Ende seines Vortrags auch. „Bavarian Bill“ – wie er von seinen Freunden in Alaska genannt wird – ließ seine Zuhörer teilhaben an seinen Erlebnissen als Weltenbummler und stellte sich als Globetrotter vor, der in den Flüssen Alaskas nach Gold gesucht hat, auf Bärenjagd war, auf einer Walforschungsstation arbeitete und beim Ernteeinsatz mithalf.

Doch was hat das nun mit „Huhn“ zu tun? Eigentlich ganz einfach: Der Ort an den Willi Diet den Entschluss fasste, seine Abenteuerlust ausleben zu wollen heißt „Chicken“, liegt in Alaska und heißt zu Deutsch eben „Huhn“ – oder wenn Sie möchten auch „Hühnchen“. Und das ist der nördlichste bewohnte Ort Amerikas. „Für mich war es der schönste Ort der Welt“, gesteht Willi Diet, „auch wenn meine Frau zu meinen Plänen sagte: Du spinnst!“ Das war 1999. Viel Überredungskunst Doch schließlich fand auch sie dieses Abenteuer gut und begleitete ihren Mann über weite Strecken, auch wenn es ihr letztendlich doch zu viel wurde und sie ihn allein weiterziehen ließ. In einem Buch mit dem Titel „Goldtaucher und Globetrotter“ hat Willi Diet nun auf fast 300 Seiten seine Erlebnisse zusammengefasst und der Leser kommt aus dem Staunen nicht heraus. Der geneigte Leser erfährt dabei aber auch von den Vorbereitungen zu dieser Reise, die die Diets nach Marokko und in die Sahara führten, wird in die „geheinnisvollen Reparaturgewohnheiten“ in Marrakesch eingeführt und erfährt von einer Wiedergutmachungs- einladung beim Polizeipräsidenten. Wirklich hervorragend, wie Willi Diet die Lebensgewohnheiten und die Menschen in all den Ländern charakterisiert, die er im Süden bis Feuerland bereist hat und sich nun – natürlich in Etappen – wieder auf den Weg nach Norden macht. Genug von diesen Abenteuern hat Willi Diet nämlich noch lange nicht. Ab November geht er daher wieder auf Reisen. Sein Wohnmobil steht zur Zeit am Rio de la Plata in Uruguay. Von dort aus geht es nach Norden bis er irgend wann wieder einmal in Chicken landet….. Rotary-Präsident Karl Nuber dankte Willi Diet für seinen lebendigen Vortrag, „berühre er doch die Sehnsüchte der Menschen nach Reisen und Erlebnissen in der weiten Welt“.

Meistgelesene Artikel

Ausblick und Austausch

Kempten – Knapp 200 Repräsentanten der verschiedenen Bereiche des Lebens in Kempten versammelten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des …
Ausblick und Austausch

Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Kempten – Am Donnerstagnachmittag vergangener Woche eskalierte ein Streit zwischen einem Pärchen, in dessen Verlauf der Mann offenbar versuchte seine …
Lebensgefährtin versucht anzuzünden

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kommentare