Schulzeit beendet

AG feiert seine Abiturienten

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So sehen die strahlenden „13 Besten“ aus der Abiturientenriege des AGs aus.

Kempten – Pleiten, Pech und Pannen – das hätte man sich zumindest zu Beginn der Feierlichkeiten für die 119 Abiturienten des Allgäu Gymnasi- ums im knallvoll besetzten Kemptener Kornhaus als „Motto“ vorstellen können.

Und als das Bangen und Warten eineinhalb Stunden nach dem für 15.30 Uhr geplanten Veranstaltungsbeginn endlich vorbei war, konnte OStRin Martina Neuber auch wieder erleichtert scherzen: „Die diesjährige Q12 verlässt die Schule und in Kempten gehen die Lichter aus“, meinte sie zur Begrüßung der Gäste.

Pünktlich um 15.34 Uhr waren nämlich die Lichter tatsächlich ausgegangen. Und das nicht nur im Kornhaus, sondern in weiten Teilen der Stadt Kempten, wie sich bald herausstellte. Ein Brand im Trafohäuschen im Augartenweg hatte für den Stromausfall gesorgt und das Stattfinden des Abi-Balls erst einmal in Frage gestellt. Aber dann das große Aufatmen, als kurz vor 17 Uhr plötzlich die ersten Lichter im Saal wieder zu flackern begannen. Das zweite, wesentlich kleinere Malheur, sorgte eher für Heiterkeit: Der Cellist Steffen Hirnbein – „er gilt bei uns als Klassikstar schlechthin“, so die Ankündigung von Saskia Müller aus dem Moderatorentrio des Abends – wartete auf der Bühne vergeblich auf seine Klavierbegleiterin, die erst in der Menschenmenge gefunden und der Programmpunkt deshalb nach hinten verschoben werden musste.

Sonst stand der Verleihung der Abitur- beziehungsweise „Reifezeugnisse“ dann aber nichts mehr im Wege. Ja, das mit der Reife lag dem stellvertretenden Schulleiter StD Lothar Wagner – OStD Gerhard Dötz ließ sich wegen Erkrankung entschuldigen – ein offensichtliches Anliegen: „Nicht alle Abiturienten haben zum Zeitpunkt des Reifezeugnisses den Reifegrad, den der Winzer bei der Ernte der Trauben wünscht“, dagegen seien manche „überreif“ sprach er ein wenig kryptisch zu seinen nun Ex-Schützlingen. Deutlicher war sein Aufruf dem Werteverfall entgegenzutreten und seine Träume in die Tat umzusetzen, dabei aber zu überprüfen, ob der gewählte Weg der richtige sei. Als eindeutiger Schülerliebling konnte sich „unser Reiseleiter“ und „Spaßvogel“, so die Ansage für seinen Auftritt, StR Lothar Ortmann für den RAVK (Absolventenbund) über 74 neue Mitglieder freuen, die traditionell eine Rose überreicht bekamen. Und gleich eine gan-ze Schatztruhe voller Zitate berühmter potentieller Vorbilder gab Elternbeirat Prof. Dr. Claus Loos den Absolventen mit auf den weiteren Lebensweg.

Mit einer spritzigen Abiturrede bedankten sich Johanna Felber und Tony Hartmann im Namen der Q12 erst einmal bei allen, „die uns im Lauf der Jahre ans Herz gewachsen sind“, vom Hausmeister bis zu den Lehrern – „die einen mehr die anderen weniger“. Aber auch mit spöttelnder Kritik sparte das Rednerduo nicht, unter anderem wegen der „vier Großbildschirme in der Schule, vor allem für die Vertretungspläne“, während man seit Jahren vergeblich zum Beispiel auf Plätze für Beachvolleyball hoffe. Insgesamt aber zeigten sie sich recht versöhnlich mit ihrer Zeit am Allgäu Gymnasium.

Der wichtigste Part war natürlich die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse, bei der die durchweg noblen Abendroben und Anzüge so richtig zur Geltung kommen durften. Als Hintergrundbild posierten die Zeugnisempfänger derweil auf originellen Gruppenfotos auf Großleinwand.

Bevor das gemeinsame Abendessen das mit Showeinlagen gespickte Abendprogramm des Abi-Balles einläuten konnte, gab es noch ein Reihe Ehrungen für herausragende Leistungen in unterschiedlichen Bereichen. Unter anderem für die 13 besten Abiturienten (Note): Moritz Seitzer (1,0), Julia Schäfer (1,1), Nicolas Sepperer (1,1), Dorothea Bühler (1,2), Frank Mildner (1,2), Dorothee Reichle (1,3), Markus Steinhauser (1,3), Larissa Wagner (1,3), Regina Bergheimer (1,4), Johanna Felber (1,4), Andreas Eigstler (1,5), Manuel Saigger (1,5) und Dominik Wildegger (1,5).

Christine Tröger

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