"Adäquate Ausstattung"

Zur Frühjahrsvollversammlung des Stadtjugendrings Kempten (SJR) konnte die erste Vorsitzende Regina Liebhaber „ein gutes Resümee nach einem Jahr Wahlbausteine“ verbuchen. So sei die „adäquate Ausstattung“ der neuen Geschäftsstelle in der Bäckerstraße mit „sehr guten Räumen“ umgesetzt, auch wenn der dritte Stock noch nicht ganz fertig sei.

Laut OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) werde die Stadt jährlich 120000 Euro für die neuen Räume aufbringen. Knapp 190000 Euro seien in die Ausstattung geflossen – ein „guter Schritt nach vorne“. Für die Jugendarbeit in den Stadtteilen seien 179000 Euro veranschlagt, plus 73000 für Thingers und 75000 für Sankt Mang. „Das zeigt, dass der Stadtrat konstruktiv mit Ihnen arbeiten möchte“, betonte er. Positive Bilanz zog Liebhaber für Projekte der sozial-integrativen Jugendarbeit wie Kompetenzagentur, Elternarbeit mit Migranten oder die offene Ganztagsbetreuung, die „Schulen allein nicht leisten können“. Ein „Renner“ sei das Sommer-Aktiv-Programm gewesen und die Kampagne „Leben statt Schweben“ sei um eine Gesundheitswoche mit etwa 45 Workshops erweitert worden. Obwohl „sehr erfolgreich“, werde Dancemania erstmal eine „Schaffenspause“ einlegen und durch ein neues Projekt ersetzt. Über zahlreiche Aktivitäten zum Jahresthema „Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit“ berichtete Vorstand Stefan Keppler. Unter anderem sei die Broschüre „Recht gegen Rechts“ entstanden und Referenten der Polizei hätten erklärt, wie man sich als Jugendlicher verhalten könne. Zur Wahl gehen ist wichtig Erfreulich sei, dass die nun endlich erneuerten Zuschussrichtlinien für Jugendverbände eine „passgenauere Förderung ermöglichen“. Heuer seien 91 Anträge mit 21000 Euro bezuschusst worden. Die seit Jahren anhaltende Steigerung der Anträge zeige, „dass Bedarf da ist“, betonte er. „Wahlen stehen vor der Tür“, so Liebhaber mit Blick auf die anstehenden Europa- und Bundestagswahlen. Es sei sehr wichtig zur Wahl zu gehen, „denn nur wer eine Stimme abgibt kann mitreden“ - notfalls per Briefwahl, forderte sie nachdrücklich zur Teilnahme auf. Im Sommer finde unter anderem das Jugendkulturevent „Kult“ im Künstlercafé statt, warb Keppeler. Während des Stadtfestes sollen dort viele Workshops angeboten werden wie Impro-Theater oder ein „Wiederbelebungskurs“, in dem man lerne, aus Schrott Kunst zu machen. Per Abstimmung wurde der Wegfall des Vertretungsrechts der Schülerorganisation SchOK beschlossen, da seit zwei Jahren keiner mehr zur Versammlung erschienen sei, eine Mitgliedschaft aber „auch Pflichten hat“, wie Liebhaber meinte. Weiter auf der Tagesordnung standen die Wahlen des Vorstandes: Im Amt bestätigt wurden Regina Liebhaber als erste Vorsitzende, die Beisitzer Bernd Fischer, Matthias Surovcik und Daniela Mayer. Als stellvertretenden Vorsitzenden löst der bisherige Beisitzer Stefan Keppeler den nun Vorstand Hannes Messe ab. Zur Wahl nicht mehr angetreten und herzlich verabschiedet fand Uwe Gail in Christian Bernert einen Nachfolger. Zu Einzelpersönlichkeiten berufen wurden Inge Nimsz, Ludwig Frick und Hans Spitzer.

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