Umfangreiches Programm

20 Jahre Inklusionsarbeit

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Die Theatergruppe des Stephanuswerks bei der Andacht in der Nikolaikirche.

Isny – Vom 12. bis zum 17.Oktober feierte die OBA (Offene Behindertenarbeit) ihr 20-jähriges Bestehen mit eine gut vorbereiteten Aktionswoche.

Diese begann mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche einer kleinen Kunstausstellung im Schalterraum der Kreissparkasse, dem Besuch des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, einem Aktionstag auf dem Wochenmarkt und einem Festempfang im Paul Fagius-Haus mit anschließender Geburtstagsparty in der Gotischen Halle.

Der Gottesdienst in der Nikolaikirche war gut besucht und die Theatergruppe des Stephanuswerkes hatte mit einem kleinen eindrucksvollen Theaterstück dargestellt, dass es auch möglich ist miteinander zu leben und andere Menschen mit hineinzunehmen.

Der Besuch von Gerd Weimer, dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung in Isny und speziell dem Stephanuswerk war ein weiterer Höhepunkt der Aktionswoche.

Inzwischen war die kleine Ausstellung in der Kreissparkasse auch angelaufen. Arbeiten von Irmgard Rossmeier, Ronja Beeskow, Sabine Briechle, Doris Hafner, Irma Cioppo, Konrad Böhm und Andreas Briechle zeigten, dass ein Handicap irgendeiner Art durchaus nichts mit der Fähigkeit zum Gestalten zu tun hat.

Aktionen am Markttag in der Fußgängerzone fanden großes Interesse und die Tombola-Lose waren auch gut angekommen. Die Isnyer Einzelhändler und Betriebe hatten einige hübsche Dinge dafür gespendet.

Der absolute Höhepunkt aber war der Festempfang in der Schalterhalle mit einer ganzen Reihe von Festrednern. Die Begrüßung hatte Oliver Hutter als Hausherr der Kreissparkasse übernommen, der dann zu Otto Ziegler, dem ersten Vorsitzenden der OBA, überleitete, der sich ebenfalls recht kurz fasste und es Pfarrer Michael Mitt überließ, einen kleinen Ausflug in die Geschichte der OBA zu machen und die Verbindung zur Kirche verdeutlichte. „Das Konzept der Offenen Behindertenarbeit ging auf, auch wenn es natürlich auch Ablehnung gab. Die Umgestaltung der Gotischen Halle im Paul Fagius Haus in einen Raum in dem Gespräche möglich waren und ungezwungene Kontakte zwischen den Menschen ermöglichte.“

Rolf Jehle, Direktor im Stephanuswerk, und einer der wichtigsten Stützen der OBA, schloss sich an. Er empfindet es ebenfalls als wichtigen Aspekt, dass die „Rollis“ in der Gotischen Halle eine zentrale Anlaufstelle haben und lobte die vielen Aktivitäten der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Als Geburtstagsgeschenk versprach er, für acht Freitage dem Kaffeetreff die Tagessuppe unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Bürgermeister Rainer Magenreuter überbrachte die Grüße der Stadt. Ihm war es wichtig was dabei heraus kam, was vor 20 Jahren begonnen hatte und wie fest Behinderte in Isny integriert sind. Schon dreimal hat Isny die Auszeichnung als behindertenfreundliche und barrierefreie Stadt bekommen und das liegt vor allem auch an der guten Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Behindertenbeirat.

Als Gast vom Landratsamt Ravensburg war Manfred Riedle gekommen. Nach seiner Meinung war das für Isny eine Festwoche mit entsprechend gro- ßem Echo in den Zeitungen. Irene Kolb-Specht war im Auftrag des Diakonischen Werks nach Isny gereist, um der OBA zu gratulieren und als Hauptredner war Dr. Dieter Schramm angetreten, der von 1982 bis 2001 Direktor im Stephanuswerk war. Er definierte den Begriff der Inklusion und stellte fest, dass die OBA schon in dieser Richtung unterwegs war, als das Wort dafür noch nicht benutzt wurde.

Langsam kam man im offiziellen Teil zum Schluss. Einige Ehrungen waren von Otto Ziegler noch vorzunehmen und dann wurde es auch schon Zeit sich in die Gotische Halle zu begeben und mit einer Geburtstagsparty und vielen Gästen die Aktionswoche ausklingen zu lassen.

Manfred Schubert

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