Alle unter einem Dach

Die Kliniken Kempten-Oberallgäu und Oberallgäu werden offenbar ein gemeinsames Management bekommen. Das geht aus den Tagesordnungen für die Stadtratssitzung am morgigen Donnerstag, 10. Dezember, sowie die Kreistagssitzung am kommenden Freitag, 11. Dezember, hervor. Angedacht ist demzufolge eine gemeinsame Dachgesellschaft.

Nach dem Weggang von Michael Schuler, Noch-Geschäftsführer des Kemptener Krankenhauses im Krankenstand, steht die Oberallgäuer Kliniklandschaft vor tiefen Einschnitten. Vor allem die beiden Schwerpunktkrankenhäuser in Kempten und Immenstadt sollen künftig enger zusammen arbeiten (der KREISBOTE berichtete). Um das zu garantieren, haben sich die Beteiligten in Kempten und Sonthofen die Gründung einer gemeinsamen Dachgesellschaft ausgedacht. Das geht aus der Tagesordnung für die morgige Stadtratssitzung (16 Uhr) hervor. Noch deutlicher ist die Einladung der Kreistags-Mitglieder: „Gemeinsames Management für die Kliniken Oberallgäu gGmbH und das Klinikum Kempten-Oberallgäu gGmbH“ heißt es dort. Doch wie könnte eine solche gemeinsame Dachgesellschaft für beide Krankenhäuser in der Praxis funktionieren? Nun, fest steht, dass beide Kliniken weiterhin eigenständig mit einem eigenen Geschäftsführer bleiben sollen. Das lies OB Dr. Ulrich Netzer (CSU), Aufsichtsratsvorsitzender des Kemptener Klinikums, bereits durchblicken. Aufgrund der bisherigen Stimmverhältnisse dürften Kreis und Stadt jeweils die Hälfte der Beteiligung an der Dachgesellschaft übernehmen. Ähnlich wird es sich bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Holding verhalten. Kompliziert wird es allerdings bei den Stimmrechten in der Gesellschafterversammlungen der Kemptener Klinik. Die Einrichtung einer Dachgesellschaft macht jedenfalls nur Sinn, wenn gleichzeitig Landkreis und Stadt Stimmanteile und damit unmittelbaren Einfluss abgeben. Wahrscheinlich ist daher, dass die Holding mindestens 50 Prozent Stimmanteil erhält. Stadt und Kreis werden sich wohl den Rest aufteilen.

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