Alles bleibt beim Alten

Ein Jahr früher als erwartet ist die Regierung von Schwaben zum 31. Dezember aus der Förderung des Projekts „Soziale Stadt Thingers“ ausgestiegen, was damit endet. Das gab Thomas Baier-Regnery, Leiter des Amts für Jugendarbeit, am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss bekannt. Trotzdem sollen die Sozialintegrativen Maßnahmen im Stadtteil auch im kommenden Jahr unter der Federführung der Stadt fortgesetzt werden: Einstimmig bewilligte der Ausschuss die dafür nötigen 77000 Euro. „Wir werden das nahtlos weiterführen“, kündigte Baier-Regnery an.

Grund für den um ein Jahr vorgezogenen Ausstieg der Regierung von Schwaben nach neun Jahren ist nach Angaben von Baier-Regnery, dass alle Baumaßnahmen im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ mittlerweile abgeschlossen sind. Genau diese Bauvorhaben waren aber Voraussetzung für die Zuschüsse aus Augsburg. „Ein Folgeantrag scheint daher nicht aussichtsreich“, so Baier-Regnery weiter. Da die Sozialintegrativen Maßnahmen wie beispielsweise die Schulsozialarbeit oder die aufsuchende Jugendarbeit in dem Stadtteil aber unabhängig vom Projekt „Soziale Stadt“ fortgesetzt werden sollen, muss die Stadt die nun fehlenden 60 Prozent Förderung selbst finanzieren – macht 42600 Euro zusätzlich, um auf die notwendigen 77000 Euro zu kommen. Die Ausschuss-Mitglieder waren überzeugt, dass Geld richtig zu investieren. „Das ist ein erfolgreiches Projekt gewesen – und diese Erfolge dürfen nicht vergeben werden“, mahnte zum Beispiel Stadtrat Thomas Hartmann (Grüne). Harald Platz von der CSU bezeichnete die Entwicklung im Stadtteil Thingers als „eine gute und erfolgreiche Story“. Gegenüber dem KREISBOTE kündigte Baier-Regnery an, nun bis zum 1. September 2010, dem Beginn des neuen Schuljahres, ein Konzept zur Neuausrichtung auszuarbeiten. Denn da die Nordschule erst zum neuen Schuljahr eine reine Grundschule sein wird, soll die Fortsetzung der „Sozialen Stadt“ unter städtischer Ägide offiziell erst dann beginnen. „Wir müssen da noch einiges tun“, so Baier-Regnery. Schließlich habe sich in den vergangenen Jahren viel bei den Jugendlichen und ihrer Bedürfnisse verändert. Diesem ständigen Prozess müsse ebenso ständig Rechnung getragen werden. Dank der Entscheidung des Ausschusses sei der Weg dafür nun frei. „Ich freue mich, dass das so auf den Weg gebracht worden“, frohlockte der Leiter des Amts für Jugendarbeit.

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