Experten unterwegs

Mit GPS und Warnweste

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Jessica Perl und Thomas Wimmer von einem Gunzenhausener Ingenieurbüro sind auch am einem klirrend kalten Sonntag bei der Arbeit, wie hier im Seebach zwischen dem Haldenwanger Ortsteil Seebach und der Illermündung südlich von Dietmannsried.

Dietmannsreid – Im Lauf der kommenden Monate wird man sie immer wieder sehen: Menschen in Warnwesten, die, mit GPS-Geräten ausgestattet, an Flussufern oder auch in Flüssen und Bächen stehen.

Diese Vermessungstechniker unabhängiger Ingenieurbüros vermessen noch bis Ende des Jahres im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt auch in der heimischen Region Risikogewässer und liefern Daten zur Erstellung von Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten. In Bayern gibt es zirka 100 000 Gewässerkilometer; ein Großteil davon sind kleine Bäche und Gräben. Für insgesamt rund 7650 KIlometer davon besteht ein besonderes Hochwasserrisiko. Für diese Gewässer lässt das Bayerische Landesamt für Umwelt derzeit noch bis zum 22. Dezember dieses Jahres Gefahren- und Risikokarten erstellen, die detaillierte Informationen zur Hochwassergefährdung liefern. Nutznießer sind vor allem die von Hochwasser betroffenen Kommunen oder Institutionen wie auch Einzelpersonen, die auf der Grundlage dieser Karten geeignete Vorsorgemaßnahmen gegen die Flut einleiten können. 

 Seebach wird vermessen 

Das Team, das an einem frostigen Sonntag im Januar in Überbach gesichtet wurde, hat bereits an der Vermessung der Iller mitgewirkt und erfasst derzeit gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen den Seebach bei Dietmannsried, der in der Vergangenheit schon des Öfteren über die Ufer getreten war und dabei größere Schäden angerichtet hatte. Rund zehn Tage lang wird an 294 verschiedenen Stellen entlang des 6,3 Kilometer langen Bachlaufes das Querprofil des Gewässerflussbetts gemessen. Anhand dieser Zahlen kann dann berechnet werden, wie viel Wasser durchfließen kann, bevor der Bach über die Ufer tritt.

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