"Allgäuland – Selbsthilfeland"

Seit vergangenen Dienstag hat das neue Selbsthilfebüro in Kempten am St.-Mang-Platz seine Pforten geöffnet. Anfangs sei zunächst viel Organisatorisches zu erledigen gewesen, doch mittlerweile stehe das Wichtigste, so die Sozialpädagogin Christiane Dehne vom Selbsthilfebüro. Sogar erste Beratungen hätten bereits stattgefunden.

Bereits im September fand die Schlüsselübergabe statt. Seither hat nach Aussage von Walter Böhms an jedem Beratungstag reger Zulauf geherrscht. In der Fördergemeinschaft der Kassenverbände sind alle Kassenarten vertreten, hier würden alle Kassen „an einem Strang“ ziehen, so Robert Zitzesperger von der Fördergemeinschaft der Kassen. Dieses „Ein-Ansprechpartner-Modell“ sowohl von Seiten der Krankenkassen als auch der Selbsthilfegruppen sei eine große Vereinfachung des Verfahrens und bundesweit ein Vorbild. Begeisterung wecken „Wir haben ein Selbsthilfebüro.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Josef Mayr (CSU) seine Rede. Das sei eine wichtige Anlaufstation mit der Möglichkeit, die Selbsthilfe in Kempten und Allgäu zu stärken und neue Türen auf zu stoßen. Im Allgäu gebe es generell ein großes Beratungsangebot, da könne man fast sagen: „Allgäuland – Selbsthilfeland“, so der Bürgermeister. Selbsthilfe sei heute wichtig und er sei überzeugt, dass sie in Zukunft noch wichtiger werde. Es müsse gelingen, Begeisterung für die Selbsthilfe zu wecken, neue Wege zu finden und neue Aufgaben zu entwickeln. Darüber hinaus gelte es, Mutmacher zu sein für neue Gruppen und den ein oder anderen, der Schwierigkeiten hat. Die Sozialpädagoginnen Seidel und Dehne von der Kontaktstelle würden auf einem Feld arbeiten, auf dem bereits viele Selbsthilfegruppen gute Basisarbeit geleistet haben. „Wir sollten uns alle aufgerufen fühlen, unseren persönlichen Beitrag weiter zu leisten. Ganz nach dem Gedicht von Marie von Ebner-Eschenbach: ‘Das wahre Glück, oh Menschenkind, so glaube doch mit nichten, dass es erfüllte Wünsche sind, es sind erfüllte Pflichten’.“

Meistgelesene Artikel

Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Kempten – Am Freitag, 20. Januar 1928, um 8 Uhr morgens, fand im Hofe des Landgerichtsgefängnisses in der Weiherstraße die letzte Hinrichtung in …
Stadtgeschichte: Die letzte Hinrichtung in Kempten

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Neues Wettbewerbsgebiet für Stadtparkgestaltung

Kempten – „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“ lautet eine Redensart, die sich nun bei der Auslobung für den Wettbewerb zur …
Neues Wettbewerbsgebiet für Stadtparkgestaltung

Kommentare