Erfahrener Priester

"Er weiß, worauf es ankommt"

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Die Vertreter der Pfarrgemeinderäte überbrachten Hermann Drischberger Willkommensgeschenke. Von links: Irmgard Bernhard, Andrea Kiesel, Claudius Zobel, Pfarrer Drischberger und rechts hinten Dekan Dr. Bernhard Ehler.

Sulzberg – „Ich lade Sie alle ein, mit mir in eine GmbH einzutreten – in eine Gesellschaft mit begründeter Hoffnung.“

Diese Worte richtete Pfarrer Hermann Drischberger während des feierlichen Gottesdienstes zu seiner Amtseinführung in der katholischen Kirche Heiligste Dreifaltigkeit in Sulzberg am vergangenen Samstagabend an die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Sulzberg/Moosbach/Ottacker.

Dekan Dr. Bernhard Ehler nahm die Erneuerung der Bereitschaftserklärung zum priesterlichen Dienst entgegen, er verlas die bischöfliche Ernennungsurkunde und geleitete Drischberger zu den liturgischen Funktionsorten Taufbrunnen, Beichtstuhl, Ambo, Altar und Vorstehersitz.

Zahlreiche Priester, darunter auch Drischbergers Primizprediger Walter Böhmer, konzelebrierten den Gottesdienst zur offiziellen Amtseinführung.

In seiner Predigt hieß Bernhard Ehler Hermann Drischberger im Dekanat Kempten willkommen. Er stellte ihn als einen erfahrenen Priester vor, der in den vergangenen 26 Jahren gelebt habe, was einen guten Pfarrer ausmacht: „Er weiß, worauf es ankommt.“ Ein guter Pfarrer sei für die Menschen da, orientiere sich am Willen Gottes und trete im Gebet für seine Gemeinden ein, nannte der Dekan wichtige Eigenschaften. Mit Drischberger erhalte die Pfarreiengemeinschaft Sulzberg einen Seelsorger und Gemeindeleiter, der gern mit vielen Menschen zusammenarbeite, bislang viele Erfahrungen gesammelt und treu seinen Dienst am Menschen geleistet habe. „Viel Kraft dabei!“ wünschte der Dekan.

Die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte übergaben im Altarraum anschließend Willkommensgeschenke. Eine Landkarte für das große Gemeindegebiet gab es von Claudius Zobel (Sulzberg), einen Schlüssel für die Pfarrkirche von Ottacker von Andrea Kiesel sowie einen guten Tropfen zum Entspannen nach der Unruhe der vergangenen Wochen von Irmgard Bernhard (Moosbach). Schulkinder überbrachten Bücher und baten darum, dass ihnen der neue Pfarrer den Glauben vermitteln möge und die Ministranten überbrachten ihm eine Kerze.

Als „Pontifex“, also als Brückenbauer, möchte Hermann Drischberger künftig in Sulz-

berg arbeiten. In den letzten Wochen habe er viel Hilfe und Unterstützung erfahren, es seien ihm viele Brücken gebaut worden. Dafür sei er außerordentlich dankbar. „Das ist eine Ermutigung für mich, als bescheidener Pfarrer Brücken zu bauen zwischen Menschen und Gott“, betonte er. Sein Primizprediger Walter Böhmer habe ihm vor 26 Jahren einen Tipp gegeben: „Mit einem Löffel Honig lockt man mehr Bienen an als mit einem Fass Essig.“ Das habe ihn auf seinem Weg begleitet. Drischberger lud die Anwesenden in der vollbesetzten Pfarrkirche ein, gemeinsam mit ihm den Weg in der Gesellschaft mit begründeter Hoffnung zu gehen.

Anschließend fand im Pfarrheim ein Stehempfang statt, bei dem die ganze Gemeinde die Gelegenheit zum Kennenlernen des neuen Pfarrers hatte.

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