Festlicher Anstich des vierzehnten Jahrgangsbiers im Kurpark

"Ebbas Guats" aus dem Fass

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Johannes Stolz und Bürgermeister Rainer Magenreuter waren mit der Ausschenkerei gut zurecht gekommen.

Isny – Fünfhundert Jahre gibt es nun schon das Reinheitsgebot für deutsche Biere und besonders auch die „Brauer mit Leib und Seele“. Kleine Brauereien die sich zusammengeschlossen haben, sind darum bemüht, den „edlen Gerstensaft“ frei von Zusatzstoffen zu halten. Das nutzt den Brauern und freut die Biertrinker ganz besonders.

Zum vierzehnten Mal hat die Brauerei Stolz in diesem Jahr das Jahrgangsbier angesetzt und in hundert Tagen ausreifen lassen. Dann war es endlich so weit: Bürgermeister Rainer Magenreuter kam mit den „Hopfenhoheiten“ auf dem Traditionswagen der Brauerei in den Kurpark gezogen, vorneweg mit der Musikkapelle Bolsternang und nach einem zünftigen Marsch der Kapelle kam der jährliche Bieranstich.

Mit einer tüchtigen Portion Stammwürze war es auch wieder ein herzhaftes Getränk geworden, das dann an die mehr als vierhundert durstigen Festbesucher ausgeschenkt wurde. Auch Magenreuter hatte nach nur einem Schlag das Bier angezapft und Braumeister Johannes Stolz schenkte mit ihm zusammen die ersten Gläser voll. Ganz offensichtlich schmeckte es allen und die Musiker schauten genau zu, damit auch für sie genug im Fass verblieben ist.

Von den fünfhundert „Bierpaten“, die am 23. April diesen Jahres bestimmt wurden, war ein guter Teil ebenfalls zum Anstich erschienen und konnte sich über das Produkt mit der Familie Stolz zusammen freuen. Hans Stolz, nach dem Ausscheiden von Josef Stolz Chef der Brauerei, konnte ebenfalls noch die richtigen Worte zu diesem Anlass finden. „Ebbes Guats braucht halt seine Zeit“ war der Tenor seiner Bemerkungen dazu. Auf die Geschichte des Reinheitsgebotes ging Johannes Stolz noch genauer ein und betonte wie wichtig der Zusammenschluss mit den anderen Brauereien für die Familie ist. Die Betonung aller Bierbrauer liegt in diesem Jahr bei der Verpflichtung zur Reinheit der Rohstoffe und an diese Versprechen werden sie sich auch halten. Ob in weiteren fünfhundert Jahren dann ebenfalls noch von der Reinheit des Bieres gesprochen werden kann, steht noch weit in der Zukunft, aber jetzt erst einmal ist es ein sicheres Versprechen, das alle gegeben haben.

Bis weit in den Abend hinein spielte dann die Musik und es hatten die Krüge nur selten leer stehen müssen. Man feierte und genoss den schönen Abend, denn das Wetter hatte ja ebenfalls bei dem Fest mitgemacht.

Manfred Schubert

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