Arbeitsrahmen geschaffen

Die förmliche Festlegung des Bereiches Gerberstraße/In der Brandstatt zum Sanierungsgebiet hat der Stadtrat vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen. Ziel der Sanierungsmaßnahme ist die Umsetzung öffentlicher und privater Maßnahmen zur Stärkung des Quartiers.

Laut Baureferentin Monika Beltinger soll der Standort in Zusammenarbeit mit Eigentümern, Bewohnern oder Geschäftsleuten vor Ort aufgewertet werden. In der Gerberstraße sei das bisher von einigen vorbildlich geleistet worden, so die Baureferentin. In Zukunft sollen noch mehr Mitstreiter gefunden werden. Die Umgestaltung des öffentlichen Raumes mit dem Mühlrad mit Brunnen, Rinne und Wasseroasen (der KREISBOTE berichtete) sei nur ein erster Schritt zur Aufwertung des Gebiets. Weitere Maßnahmen, wie Marketing, ein einheitliches Erscheinungsbild und gemeinsames Auftreten, müssten folgen, erklärte Beltinger. So soll auch in einzelne private Gebäuden investiert werden, damit das Gesamtbild stimme. Damit das auf rund acht Jahre angelegte Projekt in der „Nordkurve“ koordiniert abläuft, sieht das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ eine entsprechende Organisationsstruktur mit Lenkungsgruppe vor, in der sowohl die Stadt als auch die Hauseigentümer, Bewohner und Geschäftsleute vertreten sind. Diese Gruppe soll die Maßnahmen unter dem Dach des City-Managements Kempten koordinieren. Außerdem soll ein Quartierfonds eingerichtet werden, indem private Mittel und Fördermittel zusammenfließen. „Die Interessengemeinschaft „Nordkurve“ hat bereits im letzten Jahr einen Projektfonds eingerichtet“, so Beltinger. In diesem Fonds sind derzeit rund 10000 Euro drin. Die Baureferentin erklärte, dass jeder privat aufgebrachte Euro von der öffentlichen Hand verdoppelt wird. Das sehen die Förderbestimmungen vor. Über die Verwendung der Mittel entscheide die Lenkungsgruppe, schilderte sie. Die einzelnen geplanten Maßnahmen des integrierten städtebaulichen Gesamtkonzepts werden je nach Priorität in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen unterteilt. Umgesetzt werden die Maßnahmen vom Quartiersmanagement. Der Stadtrat befürwortete das integrierte städtebauliche Konzept als Arbeitsrahmen für die Bauverwaltung.

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