Ein arbeitsreiches Jahr

Zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Isny freuen sich über ihre Ehrungen und Beförderungen. Foto: privat

Die Gesamt-Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Isny machte jetzt einmal mehr deutlich, wie viel ehrenamtliches Engagement hinter dem Begriff „Feuerwehr“ steht. Die insgesamt 163 aktiven Feuerwehrleute, darunter auch fünf Frauen, leisten außergewöhnliche Arbeit. Denn mit insgesamt 112 Einsätzen aller Abteilungen und damit geleisteten 3832 Einsatzstunden ist es bei Weitem nicht getan.

Stadtbrandmeister Albert Morgen hob in seiner Ansprache einige der 77 Einsätze der Abteilung Stadt aus dem vergangenen Jahr speziell hervor: Der „kleine“ Brand eines Stapel Brennholz an einer Fabrikhalle, bei dem nur knapp ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindert werden konnte, die Meldung einer Ölspur am Busbahnhof in Isny, der solche Ausmaße annahm, dass der Einsatz eines Saugwagens aus der Feuerwehr Ravensburg notwendig wurde, und nicht zuletzt eine spezielle „Hilfeleistung“, bei der die Wehr eine im Streit zerlegte Wohnungseinrichtung von der Straße aufsammeln musste. „Die Feuerwehr ist eben Mädchen für Alles.“ Hinter all diesen Einsätzen steht auch ein großes Übungspotential. Jeden Montag wird daher für den Ernstfall geübt. Dazu kommen Aus- und Weiterbildungslehrgänge. Jeden Donnerstag ist die Jugendfeuerwehr auf Achse um den Nachwuchs zu fördern und zu fordern. Regelmäßig finden zusätzlich Proben mit den Fachgruppen, wie beispielsweise der Gefahrgut- oder Höhenrettungsgruppe statt, sowie größer angelegte regionale und überregionale Übungen in Betrieben und sozialen Einrichtungen. Der Druck auf Mensch und Material steigt und es müssen auch immer neue, zusätzliche Fachgebiete von der gleichen Anzahl Kameraden abgedeckt werden. All diese Dinge erfordern stetig neue Ressourcen und sehr viel Zeit. Dazu kommen zusätzlich die Stunden derer, die Proben und Ausbildungen vorbereiten, Ausschusssitzungen beiwohnen, Gespräche auf Kreisebene führen. Je höher der Dienstgrad oder die Fachausbildung, desto mehr Zeit muss vom Einzelnen aufgewendet werden. Durch den bereits 2010 begonnenen Anbau des Gerätehauses Isny gibt es kaum einen Kameraden, der nicht zusätzlich zu seinen ohnehin schon vielen freiwilligen Stunden einen großen Teil seiner Freizeit auf dem Bau verbracht hätte. Einen sehr großen Teil davon für die elektrische Einrichtung, die Außenanlage und Malerarbeiten. Dass so ein Einschnitt in die Gemeinschaft bleibende Spuren hinterlässt, liegt auf der Hand. Und jeder der Floriansjünger wird sicher den lang ersehnten Einweihungstermin im Juni 2012 als erlösend empfinden, auch wenn danach sicher noch einige „Baustellen“ übrig bleiben werden. So präsentierte Albert Morgen zum Schluss seiner Ausführungen noch etwas provokant ein Plakat mit dem Einweihungstermin für den Neubau, auf dem als Datum der Juni 2013 zu lesen war. „Denn der Termin Juni 2012 wird schon sehr knapp“, so der Stadtbrandmeister. Kreisbrandmeister Oliver Surbeck ging in seiner Ansprache mit einem ergreifenden Beispiel eines verunfallten Feuerwehrkameraden einer anderen Feuerwehr besonders auf das Thema Kameradschaft ein, die das Zusammengehörigkeitsgefühl auf einer besonderen Ebene widerspiegelt. Sie ist geprägt durch eine Fülle von Emotionen und – zwangsläufig – auch Gefahren, in die man sich immer wieder begibt, und das Vertrauen, dass man gemeinsam an sich und die verantwortungsvolle Aufgabe Feuerwehr hat. Befördert und geehrt Im Rahmen der Hauptversammlung standen auch etliche Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen an. Martin Zengerle ist nun neuer Feuerwehrmann, zum Oberfeuerwehr- mann wurden Mathias Ascher, Mathias Biggel, Markus Brussig, Christian Hengge, Benjamin Keller, Benjamin Menz, Andreas Pisch, Emanuel Schwenk, Anreas Wilczek und Florian Zengerle ernannt. Neue Haupt- feuerwehrmänner sind Tobias Badent, Claus Berner, Robert Fuchs und Roland Gudermann. Zum Hauptlöschmeister befördert wurden Xaver Hengge und Harald Staib. Kreisbrandmeister Surbeck durfte im Anschluss die Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg überreichen. Das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst erhielten Ralf Sauter (Rohrdorf), Markus Haas (Großholzleute), Michael Tischer und Fredy Wägele (Isny). Das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst überreichte Surbeck an Robert Rief (Großholzleute). Abschließend richtete Bürgermeister Rainer Magenreuter seine Anerkennung an alle Aktiven Feuerwehrleute. Er dankte für ihre unermüdliche Arbeit, um für die Sicherheit der Bevölkerung rund um die Uhr in Bereitschaft zu sein.

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