Asbest im Illerkauf

Asbest belastetes Material wurde vergangene Woche im Illerkauf gefunden. Am Montag konnten jedoch alle Geschosse wieder für die Arbeit freigegeben werden. Foto: Läufle

Zum Schutz der Arbeiter sind die Umbauarbeiten im Illerkauf vergangene Woche vorübergehend eingestellt worden. Grund für die Maßnahme war der Fund von Asbest belastetem Material. Mittlerweile konnten die Arbeiten im gesamten Gebäude jedoch wieder aufgenommen werden, so Thomas Wirth von Wirth-Immobilien, Vertreter von Investor Dennis Rossing vor Ort, am Montag gegenüber dem KREISBOTEN.

Am vergangenen Mittwoch sollten einige Brandschutzklappen an den Installationsschächten ausgetauscht werden. Dabei stießen die Arbeiter auf Asbest belastetes Material. „Als Bauherrvertretung vor Ort sind wir uns der Gefahr und Verantwortung bewusst“, erläuterte Wirth und schilderte, dass man aufgrund des Fundes vorschriftsgemäß gleich die Behörde informiert habe. Die Gewerbeaufsicht der Regierung von Schwaben sei am Mittwoch vor Ort gewesen und habe die Einstellung der Arbeiten angeordnet, erklärte Karl-Heinz Meyer, Pressesprecher der Regierung von Schwaben. „Die Maßnahme ist zum Schutz der Arbeiter getroffen worden“, so Meyer. Schließlich sei bekannt, dass Asbest krebserregend sein könne. Wie Wirth schilderte, war innerhalb von zwei Stunden Fachpersonal auf der Baustelle: ein Umweltbiologe, ein Messingenieur sowie eine Entsorgungsfachfirma. Die verdächtigen Bereiche seien als so genannte Schwarzbereiche markiert worden. Dort dürfe sich nur die Fachfirma aufhalten. „Der Asbest wird nun unter Unterdruck fachmännisch entsorgt“, so Wirth. Das alles geschehe in Abstimmung und Freigabe durch das Gewerbeaufsichtsamt. Das Untergeschoss sei nach Abtrennung der Schwarzbereiche Ende vergangener Woche wieder für die Arbeiten freigegeben worden. Die Freigabe für die weiteren Geschosse folgte am Montag. Erste Messungen des vorgefundenen Zustandes ergaben, „dass wir bis zu 90 Prozent unter der zulässigen Toleranzgrenze sind“, frohlockte Wirth. Er geht davon aus, dass das Gebäude in wenigen Tagen asbestfrei ist.

Meistgelesene Artikel

Schnell eingliedern mit "LASSE"

Kempten – Christian Kühn ist ein ganz normaler Mann. Täglich pendelt der 33 Jahre alte Familienvater von Füssen nach Kempten zur Arbeit. In der …
Schnell eingliedern mit "LASSE"

Neues Wettbewerbsgebiet für Stadtparkgestaltung

Kempten – „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“ lautet eine Redensart, die sich nun bei der Auslobung für den Wettbewerb zur …
Neues Wettbewerbsgebiet für Stadtparkgestaltung

Wirtschaftlicher Erfolg durch Ökologie

Kempten – Dem selbstsicheren, ruhig auftretenden und entspannt schwäbelnden Oberbürgermeister von Stuttgart, Fritz Kuhn, gelang es beim …
Wirtschaftlicher Erfolg durch Ökologie

Kommentare