Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Pläne zur Errichtung einer elektronischen Werbewand in der Innenstadt stellte Dr. Richard Schießl vom Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montag vergangener Woche vor. Diese Werbewand soll als reines Informationsboard dienen und auf Veranstaltungen in städtischen Veranstaltungshäusern und von der Stadt bezuschussten Häusern hinweisen. Im Gegenzug soll die Plakatanbringung an den Brückengeländern und an den Straßenrändern reduziert werden.

Eine solches Medienboard soll nach den ersten Entwürfen an den Rückwänden der Freudenbergunterführung angebracht werden. Ziel ist es, dass die Menschen, die die Ampel zwischen Illerkauf und ehemaliger Quelle überqueren, auf die Werbewände aufmerksam werden und die städtischen Veranstaltungen zur Kenntnis nehmen. Die Werbewand soll, den ersten Plänen nach, die Größe eines „normalen“ DinA-0-Plakats einnehmen. Das Werbeboard soll an einen Computer in der Tourist-Info gekoppelt werden, wo er elektronisch gefüllt werden kann. Zweifel an Standort Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses waren sich darüber einig, dass eine Werbewand durchaus sinnvoll wäre. Stadträtin Hildegard Greiter (CSU) kritisierte jedoch den geplanten Standort. „Ich glaube nicht, dass die Wand von vielen Personen registriert wird, da man diese Ampel zum größten Teil im Pulk passiert. Und die geplante Größe ist zu klein, um die Hinweise auf der Wand von der anderen Straßenseite aus erkennen zu können.“ Schießl versicherte, dass vor der möglichen Anbringung natürlich die Lesbarkeit getestet werde und die endgültige Größe noch festgelegt werde. Ebenso werde geprüft, wie gut die Werbewände gegen Vandalismus geschützt wären. Die Befestigung würde nach ersten Angeboten wohl rund 50000 Euro Kosten. Den jährlichen Unterhalt schätzt Schießl auf etwa 1000 Euro. Man könne einen Teil der Kosten aber durch Refinanzierung decken, so Schießl weiter. Zum Beispiel, indem man mit der bigBOX kooperiert und für einen bestimmen Betrag auch für Veranstaltungen dort wirbt. Stadtrat Alexander Hold (FW) stellte fest, dass vor einer Entscheidung ein komplettes Konzept mit Finanzplan, den genauen Kosten und den technischen Voraussetzungen erarbeitet werden muss. Ebenso sollten erst einmal Dummys aufgestellt werden, um den Erfolg der Wände analysieren zu können, so Hold weiter. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) stimmte Hold zu und meinte, dass die Diskussion aufgeschoben wird, bis ein „Konzept mit allem drum und dran“ erarbeitet wurde. Abschließend merkte Stadtrat Harald Platz (CSU) an, dass man alternativ auch über Laufbänder an Hauswänden nachdenken sollte, die es in anderen Städten gäbe.

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